Lebensmittelallergie

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Lebensmittelallergie

Angabe der Inhaltsstoffe (in Englisch) auf einer Lebensmittelverpackung.

Allergene sind auf Verpackungen immer fett markiert. Schon winzige Spuren können für mache Allergiker*innen gefährlich sein und werden deshalb häufig auf die Verpackung gedruckt.

Allergien kann man gegen alle möglichen Dinge entwickeln: Insektengift, Hausstaub, Pollen, Tierhaare – oder auch verschiedene Lebensmittel. Am häufigsten kommen in Europa Lebensmittelallergien gegen Kuhmilch, Nüsse, Sojabohnen, Hühnerei, Fisch, Meeresfrüchte und Weizen vor. Darin stecken verschiedene Stoffe, unter anderem auch Proteine. Und genau die bekämpft das Abwehrsystem des Körpers. Gegen Lebensmittel, die keine Proteine enthalten, wie zum Beispiel Salz oder Zucker, kann man daher nicht allergisch sein.

Die allergische Reaktion – was passiert im Körper?

Ärztin gibt einem Mädchen eine Spritze in den Oberarm.

Mithilfe einer Hyposensibilisierung kann man eine Allergie langfristig behandeln. Dabei wird der Körper über einen langen Zeitraum und mit winzigen Mengen an den Stoff gewöhnt.

Bevor eine Allergie entsteht, muss der Körper einmal mit dem Allergen, also dem Stoff, auf den er allergisch reagiert, in Kontakt gekommen sein. Es kommt zur Sensibilisierung. Das heißt, der Körper wird empfindlich für den Stoff und stuft ihn – fälschlicherweise – als höchstgefährlich ein. Erst beim zweiten Kontakt löst der Stoff im Körper dann eine allergische Reaktion aus: Das Immunsystem „erinnert“ sich an den Stoff und aktiviert innerhalb kürzester Zeit alle verfügbaren Abwehrmechanismen, um den Stoff wieder loszuwerden. Deshalb muss man beispielsweise niesen, die Nase läuft oder man muss sich übergeben. Es kann auch zu Hautausschlag und Atemnot kommen, einige Körperstellen beginnen zu jucken und der Hals schwillt zu. Im schlimmsten Fall bricht der ganze Kreislauf zusammen. Das ist dann ein allergischer Schock, der lebensgefährlich sein kann. In diesem Fall muss man schnell reagieren.

Allergischer Schock – was ist zu tun?

Kugelschreiber liegt auf Seite von Allergiepass.

Im Allergie-Pass findet man alle Informationen, was im Fall eines allergischen Schocks zu tun ist und welche Medikamente wie verwendet werden sollen.

Wenn eine Person mit einer schweren Allergie mit dem Allergen in Kontakt kommt, muss sofort der Krankenwagen gerufen werden. Bis dieser eintrifft, kann man schon ein paar Dinge tun: Menschen mit schweren Allergien tragen normalerweise ein Notfallset bei sich. Darin befinden sich verschiedene Medikamente, vor allem ein sogenannter Autoinjektor. Das ist eine Adrenalin-Spritze, die dem Körper hilft, den Kreislauf wieder hochzufahren. Diese Spritze kann im Fall eines allergischen Schocks überlebenswichtig sein! Eine Anleitung dazu findet man meist ebenfalls im Notfallset.

Achtung, Verwechslungsgefahr! Allergie ist nicht gleich Unverträglichkeit

Nicht alle Menschen, die bestimmte Lebensmittel nicht essen dürfen, haben eine Allergie. Viele haben eine ‚Unverträglichkeit‘. Die Reaktion im Körper ist dabei eine völlig andere: Bei der Allergie reagiert das Immunsystem und startet eine Entzündungsreaktion im Körper, um das Lebensmittel nach draußen zu befördern. Bei einer Unverträglichkeit dagegen fehlen dem Körper bestimmte Stoffe, um Bestandteile eines Lebensmittels zu verarbeiten. Menschen, die beispielsweise von Kuhmilch und Joghurt Verdauungsprobleme und Bauchschmerzen bekommen, vertragen den Milchzucker, die  Laktose nicht. Ihnen fehlt das Enzym ‚Laktase‘, um den Milchzucker zu spalten. Wenn sie zu viel davon essen, geht es ihnen deshalb überhaupt nicht gut. Eine Unverträglichkeit ist aber – im Gegensatz zur Allergie – nicht lebensgefährlich.

Stand: 02.02.2021, 11:04

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