Maya-Kalender

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Maya-Kalender

Die Maya verwendeten drei verschiedene Kalender, die für unterschiedliche Zwecke benutzt wurden:

Der Alltags-Kalender

Schriftzeichen der Maya, die für Monatsnamen stehen.

In der Schrift der Maya gab es für jeden Monat ein eigenes Zeichen

Die Maya beobachteten viele Planeten und deren Umlaufbahnen. Aus ihren Erkenntnissen über den Lauf der Sonne entstand der haab-Kalender. Ein haab-Jahr dauert 365 Tage, also genau so lange, wie die Erde braucht, um die Sonne einmal zu umrunden. Die Maya teilten ihr Jahr aber nicht wie wir in zwölf Monate auf, sondern in 18. Jeder Monat besteht aus 20 Tagen – das ergibt zusammen 360 Tage. Die fehlenden fünf Tage hängten die Maya hinter den letzten Monat an. Diese Tage galten als ‚Unglückstage’, an denen man ganz besonders vorsichtig sein musste, um dem Unglück zu entgehen. Der haab-Kalender half den Maya zum Beispiel dabei zu bestimmen, wann gesät oder geerntet werden musste.

Der tzolkin-Kalender

Zwei Zahnräder greifen ineinander. Die Zacken sind mit den Monatsnamen der Maya und den Maya-Zahlen eins bis dreizehn beschriftet.

Dieses Modell des tzolkin-Kalenders steht im Völkerkunde Museum in Hamburg. Das rechte Zahnrad ist mit den Monatszeichen beschriftet, das linke mit den Zahlen von eins bis dreizehn

Die zweite Zeitrechnung der Maya ist eine Art Wahrsagekalender. Im so genannten tzolkin-Kalender gibt es 20 verschiedene Tage. Jeder Tag hat einen eigenen Namen, zum Beispiel ‚ahau’ oder ‚edznab’. Die zwanzig Tage werden mit 13 Zahlen kombiniert. Das bedeutet, dass jeder Tag, zum Beispiel ‚ahau’, in einem tzolkin-Jahr dreizehn mal vorkommt, zum Beispiel als ‚1 ahau’, ‚2 ahau’ oder ‚13 ahau’. Zwanzig Tage mal dreizehn ergeben insgesamt 260 Tage. Die Maya haben jedem Tag des tzolkin-Jahres einen bestimmten Gott zugeordnet. Sie glaubten, dass dieser Gott an dem nach ihm benannten Tag Einfluss auf das Leben der Menschen nahm und das Schicksal der Kinder bestimmte, die an diesem Tag geboren wurden. Mit Hilfe des tzolkin-Kalenders legten die Maya auch ihre religiösen Feiern fest.

Die Lange Zählung

Turm in der Ruinen-Stadt Chichén Itzá in Mexiko.

Dieser Turm in der Stadt Chichén Itzá benutzten die Maya, um den Himmel und die Planeten zu beobachten

Die Maya benutzten die Lange Zählung, um längere Zeiträume zu beschreiben. Dabei wurde ein kompliziertes System verwendet, mit dem jeder Tag eine eigene Zahl bekam. Die Lange Zählung beginnt an dem Tag, an dem nach dem Glauben der Maya die Welt erschaffen wurde. Nach unserer Zeitrechnung liegt dieser Tag im August des Jahres 3114 vor Christus. Warum die Maya genau dieses Datum gewählt haben, ist nicht bekannt. Der 21. Dezember 2012 ist in der Zeitrechnung der Maya ein besonderer Tag. Denn genau dieses Datum gab es in ihrer langen Zählung vor einigen tausend Jahren schon einmal. Einige Menschen haben Angst, dass die Maya für diesen Tag den Untergang der Welt vorher gesehen haben. Wissenschaftler sehen in diesem Tag aber den Beginn eines neuen Zeitabschnitts, etwa wie die Jahrtausendwende in unserem Kalender. Außerdem gibt es einige alte Maya-Inschriften, die sogar noch Milliarden Jahre in die Zukunft weisen.

Stand: 23.03.2010, 14:20

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