Pfadfinder

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Pfadfinder

Gruppe von Pfadfindern sitzt singend vor Zelten.

Damit niemand erkennen konnte, wer reiche und wer arme Eltern hatte, bekamen die Pfadfinder eine einheitliche Kleidung. Das ist bis heute so geblieben.

Die Pfadfinder sind die größte Jugendbewegung der Welt. 38 Millionen Kinder und Jugendliche aus 216 Ländern gehören zu den Pfadfindern. Dabei ist es egal, welcher Religion oder Kultur sie angehören – Pfadfinder kann jeder werden, der es möchte. Die meisten von ihnen fahren zusammen in Zeltlager, entdecken die Natur und lernen, Verantwortung zu übernehmen und anderen zu helfen. Erkennen kann man Pfadfinder meistens an ihren Halstüchern, die eine Art Erkennungszeichen sind: Jede Pfadfindergruppe trägt ein anderes Halstuch. Manchmal tragen Pfadfinder auch je nach Alter unterschiedliche Tücher.

Die Geschichte der Pfadfinder

Portrait von Robert Baden-Powell.

Robert Baden Powell hat vor 100 Jahren die Pfadfinder gegründet.

Der Erfinder der Pfadfinder war der Engländer Robert Baden-Powell. Schon als kleiner Junge liebte er die Natur und das Abenteuer: Tierspuren lesen und durch Wälder streifen waren seine Hobbys. Er wusste, wie man Feuer macht, die nicht rauchen und deshalb sein Lager in im Wald oder auf dem Feld nicht verraten konnten. Die Himmelsrichtungen erkannte er durch den Stand der Sonne und an den Sternen. Und er konnte sich zum Beispiel auch an andere Menschen heranschleichen, ohne dass diese etwas davon mitbekamen.

Aufgaben in der Gruppe lösen

Mehrere Pfadfinderinnen tragen einen Baumstamm.

Gemeinsam ist man stärker: Pfadfinder lösen die meisten Aufgaben in der Gruppe.

Als junger Mann ging Robert Baden-Powell zum Militär. Dort musste er in Indien selber junge Soldaten ausbilden. Das machte er auf seine ganz spezielle Weise: Er teile seine Soldaten in kleine Gruppen ein. Alle Aufgaben wurden unter den Gruppenmitgliedern aufgeteilt – jeder machte das, was er am besten konnte. So sollten die Soldaten lernen, schwierige Aufgaben gemeinsam zu lösen. Später arbeitete Robert Baden-Powell in Afrika für das Militär. Hier lernte er zum Beispiel besondere Jagdmethoden und Urwaldmedizin.

Jeden Tag eine gute Tat

Zwei Pfadfinder mit Halstüchern stehen auf einem Zeltplatz und gucken auf eine Karte.

An ihren Halstüchern erkennen die Pfadfinder, wer zu welcher Gruppe gehört.

Zurück in England hatte Robert Baden-Powell eine Idee: Seine Erfahrungen aus der Militärzeit könnten auch für Jugendliche wichtig und interessant sein. Im August 1907 organisierte er für 22 Jungen ein Zeltlager, bei dem er ihnen die Natur zeigte. Wie damals beim Militär teilte Robert Baden-Powell die Jungen in kleine Gruppen und jeder von ihnen bekam eine bestimmte Aufgabe – zum Beispiel Kochen, Karten- oder Spurenlesen. Die Jungs kamen sowohl aus reichen als auch aus armen Familien. Damit keiner erkennen konnte, wer reich und wer arm war, bekamen sie alle die gleiche Kleidung. Auch wenn ihre Kleidung ein bisschen wie eine Militäruniform aussah, ging es beim Pfadfinden nicht darum, Krieg zu spielen. Im Gegenteil: Die Jungen sollten sich für den Frieden und die Verständigung unter den Menschen einsetzen. Deshalb erfand Robert Baden-Powell auch das Motto, nach dem die Pfadfinder bis heute leben: 'Jeden Tag eine gute Tat'.

Auch Mädchen können Pfadfinder werden

Robert Baden-Powells Ideen begeisterten Jugendliche auf der ganzen Welt. Unter der Führung seiner Schwester entstanden ein paar Jahre später die ersten Mädchengruppen. Heute gibt es oft gemischte Pfadfindergruppen für Jungen und Mädchen.

Stand: 17.11.2016, 17:01

Lexikonlinks

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