Plastiktüten

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Plastiktüten

Plastiktüten hängen in Zaun.

Polen und Portugiesen verbrauchen die meisten Plastiktüten, nämlich 500 Stück im Jahr.

Egal, ob wir eine Hose kaufen, ein Buch oder Obst - eine Plastiktüte gibt es oft kostenlos dazu. So verbraucht jeder Deutsche durchschnittlich 76 Plastiktüten im Jahr. Zusammengerechnet kommen die Menschen in Deutschland auf etwa 6 Milliarden verbrauchte Plastiktüten – in manchen Ländern sind es sogar noch mehr. Leider sind die vielen Plastiktüten ein echtes Problem für unsere Umwelt.

Wenn Plastiktüten zum Umweltproblem werden

Plastikmüll, der an Strand angeschwemmt wurde.

Viele Tiere müssen sterben, weil viele Menschen Plastik achtlos in die Umwelt werfen.

Viele Plastiktüten landen nach dem Gebrauch leider nicht im Mülleimer, sondern in der Natur - unter anderem in Flüssen, Seen und Meeren. Das Problem: Tiere, wie Wasservögel, Fische und andere Meerestiere können sich darin verheddern, sich daran verletzen oder sogar sterben. Außerdem dauert es Jahre bis weggeworfene Plastiktüten verschwinden. Plastik verrottet nämlich nicht einfach wie ein Apfel, sondern zerfällt in ganz kleine Teile, die bis zu 100 Jahre bestehen können. In vielen Gewässern der Erde schwimmen unzählige dieser winzigen Plastikteilchen rum. Wenn Tiere sie mit Futter verwechseln und sie fressen, können sie krank werden und sterben. Landen solche Meeresbewohner bei uns Menschen auf dem Teller, nehmen auch wir Plastikteilchen in unseren Körper auf. Aber Plastiktüten sind noch aus einem anderen Grund ein Problem für die Umwelt: Denn die meisten Plastiktüten bestehen aus Polyethylen. Dieser Kunststoff wird aus Erdöl hergestellt. Davon gibt es nicht unendlich viel auf der Erde, also sollten wir damit sparsam umgehen. Die Herstellung von Plastiktüten verbraucht außerdem sehr viel Energie.

Alternativen zur Plastiktüte

Hände halten zwei Jutebeutel mit Aufschrift Jute statt Plastik.

Wenn wir Baumwollbeutel oder Jutetaschen immer wieder verwenden, sind diese die beste Alternative zu Plastiktüten.

Eine Alternative zu Plastiktüten sind Papiertüten. Im Gegensatz zu Plastik verrottet Papier sehr schnell, wenn es in der Umwelt landet. Schon nach einem Monat ist eine Papiertüte verschwunden. Allerdings kostet die Herstellung von Papiertüten ähnlich viel Energie wie die von Plastiktüten. Außerdem werden dafür viel Wasser und Chemie benötigt. Somit belastet auch die Papiertüte die Umwelt. Etwas besser schneiden Papiertüten aus recyceltem Papier ab. Noch umweltfreundlicher können Baumwollbeutel sein. Diese lassen sich immer wieder benutzen, sind extrem reißfest und stabil. Doch gerade weil Baumwollbeutel so stabil sind, ist ihre Herstellung sehr aufwendig und belastet auch die Umwelt. Der Anbau von Baumwolle verbraucht nämlich viel Wasser und umweltschädliche Düngemittel. Deshalb muss man eine Baumwolltragetasche mindestens 20 Mal wiederverwenden, damit sie im Vergleich zur Plastik- und Papiertüte die Nase vorn hat. Egal, welche Art von Tüte man wählt - Der Umwelt zu liebe sollte man darauf achten, sie so oft wie möglich wieder zu verwenden!

Was tun die Politiker gegen die Tütenflut?

Die Europäische Union hat sich über den hohen Plastiktütenverbrauch Gedanken gemacht und entschieden, dass bis zum Jahr 2025 jeder Mensch in der EU nur noch höchstens 40 Tüten pro Jahr verbrauchen soll. Jedes Land der Europäischen Union kann dabei selbst entscheiden, wie es dieses Ziel erreicht. Regierungen können beispielsweise bestimmte Plastiktüten verbieten, oder Plastiktüten so teuer machen, dass viele Leute darauf lieber verzichten.

Stand: 18.11.2016, 11:20

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