Religionsunterricht

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Religionsunterricht

Lehrer an einer Tafel im Religionsunterricht.

Reli ist durch unser Grundgesetz geschützt und hat dadurch einen Sonderstatus.

Für den Inhalt des Religionsunterrichts sind in Deutschland nicht die Schulen – und damit der Staat – sondern die Religionsgemeinschaften verantwortlich. Sie suchen die Lehrerinnen und Lehrer aus und bestimmen beispielsweise, was im Unterricht behandelt wird. In unserem Grundgesetz, dem wichtigsten Gesetzbuch in Deutschland, steht sogar geschrieben, dass Religion an Schulen angeboten werden muss.

Religion wird meistens getrennt unterrichtet

Blick in eine sechste Klasse in Hamburg.

Hamburg bietet als einziges Bundesland „Religionsunterricht für alle“ an. Hier lernen die Schüler also nicht streng getrennt.

In jedem unserer 16 Bundesländer ist der Religionsunterricht ein bisschen anders geregelt. Nur eine Sache ist fast überall gleich: Religion wird streng getrennt unterrichtet. Evangelische Schülerinnen und Schüler besuchen also den evangelischen Religionsunterricht, katholische Schülerinnen und Schüler den katholischen und in jedem zweiten Bundesland gibt es mittlerweile auch Unterricht für Muslime. Gehört man keinem Glauben an, ist der Unterricht freiwillig. Für alle anderen ist der Unterricht Pflicht. Allerdings können sich Schüler vom Religionsunterricht abmelden.

Schüler können sich vom Religionsunterricht abmelden

Zwei Mädchen im Schulunterricht.

Mit 14 Jahren ist man in Deutschland „religionsmündig“.

Mit 14 Jahren können Jugendliche in fast allen Bundesländern selbst entscheiden, ob sie am Religionsunterricht teilnehmen möchten oder nicht. Sie sind dann „religionsmündig“. Das bedeutet, sie haben auch das Recht, aus der bisherigen Religionsgemeinschaft auszutreten oder sich einer anderen Religionsgemeinschaft anzuschließen. Wenn man sich vom Religionsunterricht abmeldet, bekommt man in der Regel Ersatzunterricht wie Ethik oder Philosophie.

Stand: 13.06.2017, 14:15

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