SOS-Kinderdörfer

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SOS-Kinderdörfer

Ein Betreuer und drei Jungen sitzen um einen Tisch und basteln.

Basteln für Weihnachten: In einem SOS-Kinderdorf sollen sich die Kinder wie in einer normalen Familie fühlen

Die SOS-Kinderdörfer sind ein Kinderhilfswerk, das Kindern auf der ganzen Welt ein Zuhause bietet. Verwaiste oder vernachlässigte Kinder haben hier die Möglichkeit, in einer Art Familie aufzuwachsen – zusammen mit anderen Kindern und einer Mutter, die allerdings nicht ihre leibliche Mutter ist.

Kinder brauchen eine Familie

Hermann Gmeiner mit zwei asiatischen Mädchen auf dem Arm.

Hermann Gmeiner ist der Erfinder der SOS-Kinderdörfer

Die Idee der SOS-Kinderdörfer stammt von dem Österreicher Hermann Gmeiner. Seine Mutter starb, als er fünf Jahre alt war. Und als Junger Mann berührte ihn das Schicksal vieler Kinder, die während des Zweiten Weltkriegs ihre Eltern verloren hatten, so sehr, dass er ihnen helfen wollte. Es gab zu der Zeit zwar schon Kinderheime, doch dort schliefen die Kinder in großen Schlafsälen, hatten kein eigenes Zimmer und kein Familienleben. Hermann Gmeiner war der Meinung, dass jedes Waisenkind in einer Familie aufwachsen sollte, mit Geschwistern und einer Mutter, die sich um sie kümmert. Und mit dieser Idee eröffnete er 1949 das erste SOS-Kinderdorf im österreichischen Imst.

545 Dörfer in 133 Ländern

Eine mexikanische SOS-Kinderdorffamilie in ihrer Wohnung

Heute gibt es SOS-Kinderdörfer auf allen fünf Kontinenten, wie zum Beispiel hier in Mexiko

Seine Idee ging schnell um die Welt. 1955 entstand zum Beispiel das erste SOS-Kinderdorf in Deutschland. Bis heute gibt es 473 SOS-Kinderdörfer in 132 Ländern der Welt. Im Ausland leben dort vor allem Waisenkinder in SOS-Kinderdörfern. Bei uns in Deutschland sind es meistens Kinder, deren leibliche Eltern nicht in der Lage sind, sich um sie zu kümmern. Zum Beispiel weil sie krank oder drogenabhängig sind. Das Geld für die SOS-Kinderdörfer stammt vor allem aus Spenden. Neben den Wohnungen, den Nahrungsmitteln und der Kleidung der Kinder, müssen auch die Gehälter der Mütter bezahlt werden – SOS-Kinderdorfmutter zu sein, ist nämlich ein richtiger Beruf.

Stand: 24.03.2010, 11:41

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