Stress

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Stress

Ein Mann mit verzerrtem Gesicht hält sich die Ohren zu.

Wenn wir gestresst sind, wird unser Organismus in eine hohe Alarmbereitschaft versetzt

Der Begriff Stress stammt ursprünglich aus der Physik. Dort bezeichnet er den Druck oder Zug, der auf ein Material einwirkt. Auch der Mensch steht bei Stress unter Druck. Denn Stress bedeutet eine erhöhte Alarmbereitschaft des Organismus. Diese entsteht, wenn er mehr leisten muss als gewöhnlich. Wir verbinden den Begriff Stress oft mit rein schlechten Empfindungen. Aber grundsätzlich ist Stress eine normale und überlebenswichtige Reaktion. Nehmen unsere Sinnesorgane eine Situation als beunruhigend wahr, reagiert der Organismus. Er wird alarmiert, um einer eventuell bedrohlichen Situation etwas entgegen setzten zu können.

„Guter“ und „gefährlicher“ Stress

Drei Geschäftsleute machen sich auf Startblöcken im Schwimmbad zum Absprung bereit.

Stress hat auch positive Effekte: Er kann unsere Aufmerksamkeit steigern

Aus dem Griechischen haben Wissenschaftler zwei Fachwörter für positiven und negativen Stress übernommen: Sie unterscheiden zwischen Eustress und Distress. Eustress setzt Energien frei und kann kurzfristig sehr positive Effekte haben, zum Beispiel in Prüfungssituationen oder beim Sport. Gefährlich wird Stress erst dann, wenn er längere Zeit auf den Organismus wirkt. Dann spricht man von Distress. Kann der Körper über einen längeren Zeitraum nicht entspannen, schwächt ihn das.

Was sind Stressoren?

Eine Frau sitzt in der Bibliothek. Vor ihr liegt ein sehr großer Stapel Bücher.

Überforderung in Alltag, Schule oder Beruf ist eine der Hauptursachen für Stress

Alle Faktoren, die Stress entstehen lassen, nennt man Stressoren. Sowohl körperliche Reize wie zum Beispiel Hunger, Kälte oder Lärm als auch psychische Reize können Stress auslösen. Ein psychischer Stressor ist etwa die Angst, seinen Aufgaben in Schule oder Beruf nicht gerecht werden zu können. Diese entsteht zum Beispiel, wenn man zu wenig Zeit hat, um sich auf eine Mathearbeit vorzubereiten. Unser Gehirn reagiert dann, indem es unsere Hormondrüsen anders als sonst steuert. Sie produzieren verstärkt Hormone, die den Körper „fit“ machen sollen für die alarmierende Situation. Ein typisches Stresshormon ist das Adrenalin. Wird es vermehrt ausgeschüttet, lässt es unser Herz schneller schlagen und wir atmen schneller.

Was macht Stress mit dem Körper?

Rothaarige Frau hält sich die Ohren zu.

Stress macht anfällig für Krankheiten, denn er schwächt unseren Körper längerfristig

Dauerstress kann sich sehr negativ auf unsere Gesundheit auswirken. Denn er bedeutet auch Daueralarm für unseren Körper. Die ersten Anzeichen für zu großen Stress können sehr unterschiedlich sein. Manche Menschen klagen über Kopfschmerzen oder Übelkeit, andere über Magenschmerzen oder Schlafstörungen. Solche ersten Symptome wirken sich nach einiger Zeit auf unsere Körperabwehr aus. Sie können uns anfälliger für Krankheiten machen. Stress ist oft auch die Ursache für eine Erkrankung, die erst seit den letzten Jahrzehnten gründlich erforscht wird - das so genannte Burnout-Syndrom. Burnout bedeutet „Ausgebranntsein“. Gemeint ist mit dem Begriff eine ganze Reihe verschiedener Krankheitszeichen, die in unterschiedlichen Kombinationen und unterschiedlich stark auftreten können. Angefangen von erster Erschöpfung bis hin zu totaler Verzweiflung. Menschen mit einem Burnout-Syndrom gelingt es oft nicht mehr, überhaupt noch etwas zu leisten. Wann und in welchem Maße Stress sich negativ auf unsere Gesundheit auswirkt, ist von Mensch zu Mensch sehr verschieden. Situationen, die von dem einen als Stresssituationen empfunden werden, findet ein anderer anregend.

Kinder und Jugendliche im Stress

Junge vor einer Tafel mit Matheaufgaben.

Auch Kinder spüren Überforderung und Stress, besonders in der Schule

Ein gewisses Maß an Nervosität und Anspannung kann auch bei Kindern gesund und wichtig sein, wenn neue Aufgaben, zum Beispiel in der Schule anstehen. Es mobilisiert die Kräfte und macht aufmerksam. Doch viele Kinder fühlen sich vom Leistungsdruck in der Schule überfordert, so dass auch sie Stresssymptome zeigen. Einige Schulen haben dies erkannt und bieten den Schülern Entspannungsmöglichkeiten wie zum Beispiel Meditation oder Sport an. Psychologen empfehlen Kindern und ihren Eltern, gut auf Signale des Körpers zu achten und sich viele Erholungspausen zu gönnen. Wichtig sind Ruhezeiten und das Vermeiden von „Freizeitstress“.

Stand: 24.03.2010, 10:48

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