Tiefsee

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Tiefsee

Zwei Tiefsee-Schlote sind auf dem Grund des Marianengraben im Pazifik.

In der Tiefsee tummeln sich skurrileTiere und Organismen. Das Weibchen der Tiefsee-Anglerfische kann zum Beispiel Licht erzeugen, mit dem sie andere Tiere anlockt.

Stockfinster und eiskalt: Die Tiefsee ist für uns Menschen ein lebensfeindlicher Ort und der größte und am wenigsten erforschte Lebensraum unseres Planeten. Für Wissenschaftler ist es extrem aufwändig und teuer in solche großen Meerestiefen vorzustoßen. Sie nutzen dafür spezielle Tiefsee-U-Boote oder unbemannte Tauchroboter. Diese Roboter können die Forscher von Bord ihrer Forschungsschiffe aus steuern. Über Monitore können sie beobachten, wie es in der Tiefe aussieht.

Tauchgang in die Tiefsee

U-Boot Jiaolong wird im Pazifik ins Wasser gelassen.

Auch bemannte U-Boote erforschen die Tiefsee: Dieses, die chinesische Jiaolong, beförderte 2012 drei Forscher auf über 7.000 Meter Tiefe!

Das Meer ist in mehrere Zonen unterteilt. In der obersten Zone bis 200 Meter, dem Epipelagial, dringt noch Sonnenlicht ins Wasser und es gibt viele Pflanzen. Es folgt das Mesopelagial, die sogenannte Dämmerungszone. Sie reicht bis 1.000 Meter Tiefe. In dieser Zone beginnt für viele Forscher die Tiefsee. Bis hierhin schaffen es nur noch wenige Sonnenstrahlen. Pflanzen können deshalb hier nicht mehr wachsen.

Zwei Tiefsee-Schlote sind auf dem Grund des Marianengraben im Pazifik.

Tiefer geht es nicht. Bis zum Grund des Marianengrabens im Pazifik hat es noch kein bemanntes U-Boot geschafft.

In der Mitternachtszone zwischen 1.000 und 4.000 Metern, dem Bathypelagial, herrscht vollkommene Finsternis und die Temperaturen liegen nur noch bei knapp über null Grad. Auch der Druck in 4.000 Metern ist bereits gigantisch hoch: ungefähr so, als wenn man auf seinem Daumennagel fünf  Waschmaschinen stehen hätte! Es folgt das Abyssopelagial, übersetzt „die bodenlose Tiefe“, die bis 6.000 Meter reicht.  In Tiefseegräben geht es aber noch weiter hinunter!  Diese unterste Meereszone nennt sich Hadopelagial. Dort befindet sich der tiefste Punkt der Erde. Er liegt 11.034 Meter unter dem Meeresspiegel im Marianengraben im Pazifik.

Bewohner der Tiefsee

Tiefsee-Viperfisch

Maul schließen unmöglich: Der Viperfisch hat riesige Zähne.

Tiere in der Tiefsee müssen sich an ihren Lebensraum perfekt anpassen, denn sie haben mit zwei großen Problemen zu kämpfen: der Dunkelheit und der knappen Nahrung. Deshalb sehen sie für uns oft ziemlich ungewöhnlich aus! Einige Tiefsee-Fische haben beispielsweise riesige Augen, um ihre Beute oder Feinde zu erkennen, andere sind schwer bewaffnet: Die Zähne des Viperfischs sind beispielsweise so riesig, dass er nicht einmal sein Maul schließen kann. Etwas ungefährlicher sieht dagegen der Dumbo-Oktopus aus. Er hat zwei seitliche Flossen, die aussehen wie Ohren. Diese Ähnlichkeit mit dem fliegenden Zeichentrick-Elefanten Dumbo brachte ihm seinen Namen.

Stand: 08.06.2017, 11:32

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