US-Wahl

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US-Wahl

Donald Trump im November 2016 bei der Dankesrede nach seiner Wahl.

Im November 2016 wurde der Milliardär Donald Trump zum 45. Präsidenten der USA gewählt.

Alle vier Jahre wird in den USA ein neuer Präsident gewählt. Und zwar immer am Dienstag nach dem ersten Montag im November. In den USA leben viele religiöse Gruppen, denen der Sonntag heilig ist – deshalb entschied man sich gegen den Sonntag als Wahltag. Und da die USA ein großes Land sind, kann der Weg zum nächsten Wahllokal sehr weit und umständlich sein. Früher, als es noch keine Autos und Flugzeuge gab, konnte die Reise ins Wahllokal schon mal mehrere Tage dauern. Deshalb kamen auch die Tage vor und nach dem Sonntag – also der Samstag und der Montag – nicht als Wahltag in Frage. Denn dann wäre man am Sonntag vielleicht noch nicht wieder zu Hause gewesen, oder man hätte schon zum Wahllokal aufbrechen müssen. Also entschied man sich für den Dienstag.

Das Wahlsystem

Mann mit Stars-and-Stripes-Hut malt auf US-Karte mit roten und blauen Bundesstaaten, um das Ergebnis der US-Präsidentschaftswahl zu dokumentieren.

Die Karte der USA zeigt, welcher Kandidat bei der Wahl 2016, welche Bundesstaaten gewinnen konnte. Rot bedeutet, Trump hat die meisten Stimmen bekommen.

In den USA dürfen alle amerikanischen Staatsbürger, die 18 Jahre oder älter sind, zur Wahl gehen. Also ähnlich wie bei der Bundestagswahl in Deutschland. Allerdings ist das Wahlsystem in den USA ganz anders als bei uns. Gewählt wird in den USA nämlich nicht direkt sondern indirekt. Das heißt, dass der US-Präsident nicht direkt von den Bürgern gewählt wird, sondern von Wahlmännern. Diese Wahlmänner – von denen übrigens auch einige Frauen sind – wählen im Auftrag der Bürger den Präsidenten. Und zwar für den jeweiligen Bundesstaat.

Je mehr Einwohner, desto mehr Wahlmänner

Wahlcomputer mit Toch-Screen

In den USA geben die meisten Wähler ihre Stimme über solche Wahlcomputer ab

Die USA – also die Vereinigten Staaten von Amerika – bestehen nämlich aus 50 einzelnen Staaten, wie zum Beispiel Alaska, Kalifornien oder Texas. Wie viele Wahlmänner ein Bundesstaat hat, hängt von der Anzahl seiner Einwohner ab: Kalifornien hat zum Beispiel 55 Wahlmänner, Montana oder South Dakota haben dagegen nur 3. Am Wahltag dürfen zunächst alle erwachsenen Staatsbürger entscheiden, wen sie lieber als Präsidenten hätten. Und geben dementsprechend ihre Stimme ab. Diese Wählerstimmen werden innerhalb eines Bundesstaates ausgewertet – und der Kandidat, der die meisten Wählerstimmen bekommt, gewinnt dann sozusagen den ganzen den Bundesstaat. Das bedeutet, alle Wahlmänner dieses Bundesstaates müssen den Gewinner wählen, auch wenn das Wahlergebnis eigentlich sehr knapp ist. Angenommen ein Kandidat bekommt 49 Prozent der Wählerstimmen und sein Gegner 51 Prozent – Obwohl beide Kandidaten also fast gleich viele Stimmen gewonnen haben, kann nur einer der Gewinner des Staates werden und der bekommt alle Wahlmännerstimmen Die Stimmen für den Gegenkandidaten sind damit verloren.

Stand: 24.03.2010, 16:18

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