Wetter

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Wetter

Zwei Kinder in gelber Regenkleidung freuen sich.

Mit der richtigen Kleidung kann auch Regen Spaß machen

Egal ob Sonnenschein und Hitze, Sturm, Regen oder Schnee - das Wetter beeinflusst unser Leben jeden Tag. Nicht nur für die Freizeitplanung und die Klamottenwahl ist es wichtig, zu wissen, wie das Wetter wird – besonders Leute, die draußen arbeiten, wie Landwirte, Gärtner oder Maurer sind sehr stark vom Wetter abhängig. Deshalb ist es wichtig, im Voraus zu wissen, wie das Wetter wird. Das Wetter können Wetterforscher vorhersagen, man nennt sie auch Meteorologen.

Satelliten und Ballons liefern Daten

Wetterstation auf dem Brocken, im Vordergrund Spaziergänger.

Oben auf dem Brocken: In 1142 Metern Höhe steht im Harz eine Wetterstation

Diese Wetterforscher arbeiten oft in Wetterstationen, in denen mit vielen verschiedenen Geräten Wetterdaten gesammelt werden – zum Beispiel Temperatur, Luftdruck oder Windgeschwindigkeit. Von diesen Wetterstationen gibt es fast 11.000 Stück auf der ganzen Welt. Überall beobachten Meteorologen, wie sich das Wetter entwickelt und tauschen ihre Informationen stündlich aus. Viele dieser Stationen befinden sich auf dem Boden, einige sind aber auch auf Schiffen oder Bohrinseln untergebracht. Außerdem steigen jeden Tag Wetterballons mit Messgeräten in die Luft und im Weltall umkreisen Wettersatelliten die Erde, die für Meteorologen wichtige Informationen liefern. Da die Geräte immer besser werden, werden auch die Wettervorhersagen immer genauer.

Wettergott und Aristoteles

Vor rund 6.000 Jahren glaubten die Menschen noch an einen Wettergott, den Medizinmänner bei Laune halten mussten. Sie beschworen ihn, genügend Regen zu bringen, um den Menschen gute Ernten zu bescheren. Das klappte leider nicht immer.

Barometer

Ohne Barometer war es früher schwer, das Wetter vorherzusagen

Viele Jahre später, etwa 300 Jahre vor Christus, beobachteten Aristoteles und seine Schüler Wetterphänomene – vor allem das Verhalten des Windes. Von Aristoteles stammt übrigens auch der Begriff ‚Meteorologie’. Dieses griechische Wort bedeutet ‚Lehre von in der Luft schwebenden Dingen’. Seine Wetterbeobachtungen schrieb Aristoteles in einem Buch mit dem Titel ‚Meteorologica’ nieder.

Woher kommen die Bauernregeln?

Kondensstreifen am blauen Himmel über einem Maisfeld.

Sonnenschein macht nicht nur Spaß. Zumindest für die Ernten kann zu viel Hitze schädlich sein

Besonders wichtig war das Wetter schon immer für die Bauern: War es zu trocken, konnten die Samen auf den Feldern nicht richtig keimen und die Ernten fielen schlecht aus. War es zu nass, trocknete das Gras nicht zu Heu und sie hatten nicht genug Futter für das Vieh. Um sich auf lange Trocken- oder Regenzeiten einzustellen, fingen die Bauern an, täglich Wetterveränderungen zu beobachten. Dabei orientierten sie sich am Verhalten von Pflanzen, Tieren oder Wolken. Da damals nur wenige Bauern schreiben konnten, merkten sie sich bestimmet Regeln als Reime. Und diese Reime nennt man bis heute Bauernregeln. ‚Je frostiger der Januar, desto freundlicher das Jahr’ ist zum Beispiel so eine Bauernregel, oder: ‚April, April, der macht was er will’.

Wetterdaten werden gespeichert

Ein Thermometer zeigt über 30 Grad an.

Das Problem war, dass ein Bauer immer nur das Wetter auf seinem eigenen Hof beobachten konnte – im nächsten Dorf sah es vielleicht schon wieder ganz anders aus. Als später Geräte erfunden waren, mit denen man Temperatur und Luftdruck messen konnte, fand man heraus, dass das Wetter auf der ganzen Welt zusammenhängt. Also beschloss man, in verschiedenen Ländern Wetterstationen aufzubauen, die Daten auszutauschen und in einem großen Archiv zu sammeln. Diese Daten geben übrigens nicht nur Auskunft über das Wetter, sondern auch über die Entwicklung des Klimas.

Stand: 15.12.2015, 16:08

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