Tipp 3: Das Schreiben

Tipp 3: Das Schreiben

Wenn du eine Nachricht schreibst, solltest du direkt zur Sache kommen. Dabei helfen Fragen, mit denen auch die Profis arbeiten. Die sieben "W-Fragen", die jede Nachricht beantworten sollte.

Ernie und Bert

"Wer, wie, was..." - mit Hilfe des Sesamstraßen-Songs kannst du dir die W-Fragen gut merken.

  1. Was ist geschehen?
  2. Wer war beteiligt?
  3. Wo geschah es?
  4. Wann geschah es?
  5. Wie geschah es?
  6. Warum geschah es?
  7. Woher habe ich die Informationen?

Damit du dir die Fragen merken kannst, denk einfach an den Sesamstraßen-Song: Wer, wie, was (der, die, das), wieso, weshalb, warum - wer nicht fragt bleibt dumm!

Mehr Infos zu den W-Fragen

Nicht immer sind alle W-Fragen gleich wichtig. Es gibt auch Nachrichten, bei denen die eine oder andere Frage ganz wegfällt - entweder weil sie nicht zu beantworten ist oder weil sie nicht ganz so wichtig ist. Ganz wichtig ist jedoch die siebte Frage (Woher habe ich die Informationen?), weil man daran überprüfen kann, ob die Nachricht stimmt.

Auch wenn du jemanden interviewst, muss er mit Namen, Vornamen und Funktion vorgestellt werden, denn dann kann der Zuschauer bewerten, wie wichtig seine Aussagen sind: Ob ein Wissenschaftler etwas über das Eis der Antarktis erzählt oder ein Eisverkäufer, ist schließlich ein großer Unterschied. Man sollte auch darauf achten, neutral zu bleiben. Das heißt: Wenn Menschen gegen Atomkraftwerke demonstrieren, sollte man auch die Menschen befragen, die für Atomkraftwerke sind. Das gilt für alle Themen, egal welche Meinung du persönlich hast.

Immer das Wichtigste zuerst

Rotkäppchen wird vom bösen Wolf überrascht.

Geschichten wie "Rotkäppchen und der böse Wolf sind ganz anders aufgebautals Nachrichten.

Geschichten erzählt man meistens in der Reihenfolge, in der die Ereignisse passiert sind - chronologisch vom Anfang bis zum Ende. Beim Geschichten erzählen fängst du also nicht damit an, dass Rotkäppchen im Bauch des Wolfes ist, sondern erzählst erst, wie sie zum Haus der Großmutter geht. Bei Nachrichten ist das anders! Hier muss das Wichtigste am Anfang stehen. Rotkäppchen als Nachricht würde wahrscheinlich so anfangen:

"Kleines Mädchen und ihre Großmutter vom Wolf gefressen" - Vielleicht hast du ja Lust, Märchen oder andere Geschichten als Nachrichten umzuschreiben!

Immer objektiv bleiben

Im Märchen heißt es: Der 'böse' Wolf. In einer Nachricht darfst du solche wertenden Worte allerdings nicht benutzen. Denn Nachrichten sollten immer objektiv sein. Das heißt: Ein Journalist darf die Nachricht nicht bewerten und er darf seine Meinung zu dem Thema nicht in der Nachricht äußern. Denn etwas sollte so wiedergegeben werden, wie es wirklich ist oder war - und nicht, wie du als Journalist es beurteilst. Deine Leser oder Zuschauer sollen sich eine eigene Meinung bilden können und nicht von deiner beeinflusst werden. Für Atomkraftgegner und Atomkraftbefürworter wird die Nachricht über ein neu gebautes Atomkraftwerk etwas völlig anderes bedeuten.

Stand: 17.08.2016, 11:03

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