Der, die, das - Wie gerecht ist unsere Sprache?

Der, die, das - Wie gerecht ist unsere Sprache?

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Radfahrer - Radfahrer und Radfahrerinnen - Radfahrer*innen – Radfahrer_innen? Wie bezeichnet man eine Gruppe von Männern und Frauen auf Fahrrädern? Über solche Fragen wird in Deutschland gerade viel gestritten. Der Vorwurf: In vielen Situationen im Alltag werden in der deutschen Sprache genaugenommen nur Männer angesprochen, auch wenn Menschen unterschiedlicher Geschlechter gemeint sind.

Der, die, das - Wie gerecht ist unsere Sprache? neuneinhalb 06.07.2019 09:21 Min. UT Verfügbar bis 06.07.2024 Das Erste

Reporterin Mona möchte herausfinden warum das so ist, und ob diese Regel unsere Sprache ungerecht macht. Dafür geht sie mit einer Düsseldorfer Schulklasse auf die Jagd nach Beispielen im Alltag und trifft die Journalistin Hannah Lühmann, die ein Buch über genau dieses Thema geschrieben hat. Was es mit dem Binnen-I, dem Gendergap und Sternchen auf sich hat? Und ob solche Lösungen die deutsche Sprache wirklich gerechter machen können? All das und mehr erfährst du in dieser Folge von neuneinhalb.

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27 Kommentare

  • 27 Pippi 17.11.2020, 10:13 Uhr

    Ich hab noch was: Die Handwerker arbeiten an einem Tisch. Jede von ihnen schminkt sich gerne.

  • 26 Anonymia 17.08.2019, 09:18 Uhr

    Warum wird das eigentlich so kompliziert gemacht und - Sorry - aber wo kommen Diverse in den Sprachänderungen vor? Statt Radfahrer und Radfahrerinnen, RadfahrerInnen, Radfahrer_innen oder Radfahrer*innen - wie wäre es das komplett zu ändern, aber mit weniger Buchstaben? Also die Sprache, die ja männlich geprägt wurde, jetzt einfach abzuändern, so dass sie auf dem Stand unserer Zeit ist. Indem man das nicht mehr zeitgemäße "er" einfach ändert. Also z.B. Radfahrir - da wäre sogar das männliche "r" noch enthalten und das weibliche "i" auch dabei. Oder was ganz Neues: z.B.: "Radfahrlu" - das würde einfach kein Geschlecht mehr spezifizieren. Klar, wäre die Umstellung erstmal seltsam. Weil wir nunmal gewohnt sind Schüler, Ärzte, Bäcker, etc. zu sagen. Aber wäre die Umstellung so: "Schülir, Ärztir, Bäckir" nicht einfacher als zu: "Schüler*innen, Ärzt*innen, Bäcker*innen, etc.". Grade in einer Zeit, in der wir durch unsere Schnellebigkeit und moderne Kommunikationsmittel eher für Kürzel sind?!

  • 25 Anonym 12.08.2019, 11:24 Uhr

    Ich finde das auch so!

  • 24 Sven 08.08.2019, 14:13 Uhr

    Ich finde die Sendung sehr schlecht, weil sie Männer diskriminiert. Es wurde so dargestellt, als ob alle Männer von der derzeitigen Sprachregelung profitieren würden. Es wurden nur positive Beispiele genannt wie "Arzt" und "Astronaut". Wenn aber von "Verbrechern" geredet wird, werden alle Männer durch einen negativen Begriff mit verurteilt.

  • 23 Tina 08.08.2019, 12:51 Uhr

    Die Sprache "durchzugendern" halte ich persönlich für unnötig. Wenn man damit anfängt, gleichzeitig Männer und Frauen explizit ansprechen zu wollen, müsste man auch alle anderen scheinbar existenten Gender ansprechen (60?), das ist doch null praktikabel. Wenn ich Menschen abspreche, zu erkennen, dass bei einer Stellenanzeige, bei einem Verkehrsschild oder einem Hinweis, Plakat o.ä. beide Geschlechter gemeint sind, halte ich sie eigentlich für ziemlich dumm. Ich hab noch keinen Mann erlebt, der sich von " Frauenbegriffen" zurückgesetzt fühlt. Ich glaube, es gibt in Deutschland wesentlichere Probleme wie Kinderarmut, Altersarmut, Gewalt, wovon Leben abhängen.

  • 22 Klara 05.08.2019, 10:00 Uhr

    Das Gender-Sternchen ist enorm wichtig. So viele Studien belegen, dass Frauen* eben nicht mitgemeint sind und sich viel weniger angesprochen fühlen und “MAN“ immer nur denkt, dass es sich um Männer handelt, wenn das Wort im Singular steht.

  • 21 Kati 12.07.2019, 17:53 Uhr

    Hi, also mir ist das Tema nicht so wichtig. Um das Tema ab zu schlissen könnte man zum Beispiel schreiben, Radfahra. Das er durch ein a ersetzen. Dann wäre es nicht weiblich und auch nicht männlich.

  • 20 Lotti 10.07.2019, 11:21 Uhr

    Super wichtige Sendung! Toll gemacht. Erwachsene Männer und Frauen scheinen mit dem Gendern mehr Probleme zu haben als Kinder.

  • 19 Ibrahim 07.07.2019, 09:25 Uhr

    Hallo... Ich finde das ganze Text-Gendering einfach nur furchtbar! Da scheint jemand wohl gedacht haben, 'ne super Idee gehabt zu haben. Leider hat die Person (generesches Femininum!) nicht bis zu Ende gedacht. Für unser großes THW-Jugendevent habe ich einen rund 400 Seiten dicken Ordner bekommen, der "durchgegendert" wurde und es ist ein absoluter Graus beim Lesen! Jeder Leser und jede Leserin ;o) sollte einen Text, der über mehrere Seite Länge hat einmal laut vorlesen und es wird jedem ziemlich schnell klar werden, dass dieses Durchgendern ebenfalls zu Ergebnissen führt, die ja so bestimmt nicht gewollt waren. aus Leser_innen wird Leserinnen, aus Radfahrer_innen wird Radfahrerinnen Hoppla, da fühl ich mich als Mann aber übergangen! ;o) Ursprünglich ist das für Formulare eingeführt worden.Da ist das auch okay. In der normalen Sprache hat das nichts verloren. Wir sollten unsere Sprache nicht künstlich unlesbar machen. Weg damit aus unserem Alltag!

    • Steffi 05.08.2019, 11:44 Uhr

      Ach, du fühlst dich übergangen? Aber es ist ok wenn frauen sich übergangen fühlen? Weil die sinds gewohnt oder wie? Einfach eine kurze pause beim lesen machen und gut.

  • 18 Jendrik Jongebloed 07.07.2019, 09:18 Uhr

    Alle die angesprochen werden sind Menschen. Unter Menschen versteht man alle Geschlechter. Es heißt allerdings "Der" Mensch, daher ist es nachvollziehbar, dass mit der Astronaut und der Arzt grundsätzlich ein Mensch gemeint ist, ohne geschlechtliche Vorgabe. Ob es sich nun um Astronauten oder Austronautinnen handelt, ist etwas, das in unseren Köpfen geschieht und mit unserer Erziehung und Erfahrungen zu tun hat. Oder wollen wir jetzt auch Menschen, Menschinnen und oder Mensch*in schreiben -sprechen? Damit spalten wir doch eher als das wir sozial handeln. Eine ewige Diskussion - und das ist auch gut so!

  • 17 Erika Gahr 07.07.2019, 09:10 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er beleidigend ist. (die Redaktion)

  • 16 Nina 07.07.2019, 09:04 Uhr

    Hi, ich habe mir gerade eure Sendung zum Thema "Sprache" angesehen. Da stellt sich mir die Frage, warum werden denn, wenn man Männer und Frauen anspricht, immer die Männer zuerst genannt? Z.B. Ärzte und Ärztinnen LG Nina

  • 15 Anonym 06.07.2019, 18:50 Uhr

    Ich fand die Sendung sehr interessant. Ich habe noch ein paar Anmerkungen: Es wäre auch gut, wenn Ihr jemanden getroffen hättet, der/die gegen die Änderung der Sprache ist. Außerdem stimme ich mit der Autorin und Jornalistin nicht ganz überein: Auch den Namen Eurer Sendung könnte man ändern. Auch bei Schulbüchern finde ich es wichtig. Nur weil man weiß, dass sowohl Schüler als auch Schülerinnen in die Schule gehen MÜSSEN, heißt es nicht, dass man das nicht so ausdrücken muss.

  • 14 Greta 06.07.2019, 15:07 Uhr

    Super Sendung! Total spannend und wichtiges Thema mit der Sprache.

  • 13 Annette Frey 06.07.2019, 13:49 Uhr

    Ich muss vorab sagen, dass ich schon ein bisschen älter bin - ich war aber auch mal jung und kann mich gut daran erinnern, wie ich in den 80er Jahren immer feministischer wurde. Damals war es für mich selbstverständlich, das große I einzufügen - z.Bsp. KundInnen - das empfinde ich bis heute als die beste Lösung. In den letzten Jahren hatte ich immer wieder das Gefühl, dass die Entwicklung eher rückwärts geht. Es freut mich zu sehen, dass auch jüngere Mädchen wieder ein Gefühl für die Geschlechterungerechtigkeit in unserer Sprache entwickeln. Vor kurzem habe ich eine Stellenanzeige gesehen, die mich sehr gefreut hat. Dort stand nämlich vor dem mittlerweile üblichen "m, w, d" die weibliche Form, nämlich "Med. Fachangestellte" - das fand ich total klasse!!! Vielleicht sollte man (bzw. "frau") sich angewöhnen, nicht mehr beide Geschlechter in der Sprache zu gebrauchen, sondern nur die weibliche Form. Dann würden auch Männer, die die Diskussion lächerlich finden, verstehen, was abgeht.

    • Burk Hardy 05.08.2019, 18:25 Uhr

      Schade, dass man hier kein like hinterlassen kann. Statt dessen: Guter Beitrag, Annette!

  • 12 Erna Holendung 06.07.2019, 09:00 Uhr

    Liebes neun1/2-Team, ich habe gerade noch einen Teil eurer Sendung gesehen. Meine Meinung dazu ist ganz einfach - es sollte so bleiben, denn wenn es heißt "Ärzte, Lehrer, Beamten usw. bedeutet das doch die Mehrzahl dieser Personen und das erkennt mann doch genau daran. Ich glaube das wird jetzt durch die diverse Sendungen usw. erst in Frage gestellt. Man sollte diese Personen eigentlich nur bestärken, dass sie sich nicht diskriminiert fühlen sollen - jeder sollte darüber stehen - das nenne ich Emanzipation. Denn meiner Meinung nach gibt es keine "Frauen-/Männer- Emanzipation" Emanzipation ist doch für alle gleich - es bedeutet doch: "befreit von Vorurteilen - Beschränkung.... bzw. souverän sein..... Ich glaube, dass es mehr Chaos gibt, als jetzt vielleicht angenommen. Mit freundlichen Grüßen Erna Holendung

  • 11 Ulf 06.07.2019, 08:59 Uhr

    Hallo, ich finde die Gender-Diskussion einfach nur albern. Das ist unsere deutsche Sprache. Und die sollten wir einfach mal so akzeptieren, wie sie ist. Früher gab es z.B. in Stellenausschreibungen den Zusatz "(m/w)". Das erklärt in dem Fall die Sache doch eindeutig, wer gesucht wird. Wenn man für alle Ansprachen / Nennungen Arzt und Ärztinnen oder Radfahrer und Radfahrerinnen sagen muss, macht das das die deutsche Sprache nur noch schwerfälliger und umständlicher. Die Engländer vereinfachen das "der/die/das" mit "the" und das "er/sie/Sie" mit "you". Welchem nicht Deutschen, der bei seinem Besuch in Deutschland auch gern Deutsch sprechen möchte, will man zusätzlich noch beibringen, dass bei "Arzt und Ärztinnen" aus dem "A" noch ein "Ä" zu machen ist, was er wahrscheinlich, wenn Er oder Sie z.B. Engländer ist, sowieso nicht kennt (das Ä). Wenn sich die Welt der Damen durch die deutsche Sprache derart unterbelichtet fühlt, hätte ich als Mann nichts dagegen, wenn alles weiblich wird.

  • 10 Oma Heidi 06.07.2019, 08:41 Uhr

    Liebe junge Leute, ich bin kurz vor der 70 und hab Mühe, dieses Sprachding und den Hype, der drum gemacht wird, zu begreifen. Kämpft doch mehr und wirksamer gegen das, was alle Geschlechter, und das sind bekanntlich nicht nur zwei, im Alltag trennt, diskriminiert und einander fremd macht. Die Englischsprachigen sind doch mit ihrem geschlechtsunspezifischen "the" ganz zufrieden und deren Sprache in unsere einfließen zu lassen, finden wir doch schon lange hip. Verklebt Euch nicht die Augen, dass es den Frauen und Sichnichtmännlichfühlenden besser geht, wenn Ihnen überall Sternchen und Unterstriche begegnen. Zudem - diese Idee kann höchstens in der Schriftsprache durchgezogen werden. Im lebendigen Reden wird sie sehr sperrig, um nicht zu sagen: absurd. Stehlt Euch nicht die Zeit mit Nebensächlichkeiten, echt! Ich werde weiter meine Enkel lieben, egal, wie viele Mädchen und Jungen damit gemeint sein werden...

  • 9 Felix 06.07.2019, 08:35 Uhr

    Ich finde das man die Deutsche sprache so lässt wie sie ist. Die begriffe auf den schidern sind ja die Mehrheit. Das Argument von der Autorin am ende das, dass Wort Reporter als weiblich empfunden wird und das nicht so schlimm sei wie Astronaut. Wenn, dan muss man alles gleich sehen.

  • 8 Tina 06.07.2019, 08:34 Uhr

    Ich finde diese Übertreibung und das Aufbauschen der geschlechterneutralen Sprache absolut übertrieben. 46 % unserer Sprache sind weiblich. Vor Jahren hat sich noch niemand daran gestört. Aber so kann man andere Probleme in unserer Gesellschaft gut verdecken. Man sollte den Kindern lieber praktische Sachen erklären, die sie In der heutigen Gesellschaft überlebensfähig machen.

  • 7 Hallo 06.07.2019, 08:34 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

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