Wie sehen wir?

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Wie sehen wir?

Wenn wir etwas sehen, dann haben wir das Gefühl, immer das ganze Bild auf einmal zu sehen. Das ist aber gar nicht so! Wir nehmen immer nur einzelne Ausschnitte oder Bilder wahr. Die Augen bewegen sich dazwischen ständig hin und her.

Diese Einzelbilder werden dann als solche ans Gehirn übermittelt und dort zu einem großen Gesamtbild zusammengesetzt. Man selbst bemerkt diese Augenbewegung gar nicht. Mit einem kleinen Versuch könnt ihr sie sichtbar machen:

Man nehme:

  • Eine weitere Versuchsperson
  • Einen Spiegel

Bittet die andere Person sich euch gegenüber zu setzen und sich selbst im Abstand von ca. 15 Zentimetern in einem Spiegel zu betrachten.

Dabei soll die Person abwechselnd mal in ihr eines, mal in ihr anderes Auge schauen. Den Kopf muss sie dabei still halten. Während ihr euch das anseht, werdet ihr bemerken, dass die Augen der Versuchsperson sich hin- und herbewegen. Die Person selber merkt es aber nicht. Sie sieht nur ihr gesamtes Gesicht.

Wenn ihr jetzt mal wechselt – also ihr selber schaut im Spiegel mal in euer eines und mal in euer anderes Auge – dann werdet ihr feststellen, dass auch ihr die Augenbewegung nicht wahrnehmt, euer Gegenüber aber schon.

Warum ist das so? Einer der Gründe dafür ist, dass nur ein sehr kleiner Bereich des Auges ein hochaufgelöstes Bild der Umgebung übermitteln kann. Dieser Bereich befindet sich in der Mitte der Netzhaut. Also eigentlich ist jedes Bild, das wir sehen, nur in der Mitte scharf. Da die Augen sich aber ziemlich schnell und ständig bewegen, übermitteln sie ziemlich viele scharfe Bereiche ans Gehirn.

Daraus setzt es ein einziges großes scharfes Bild zusammen und vernachlässigt die unscharfen Bilder, die während der Augenbewegungen eingefangen werden.

Darstellung: