Pusten und Hauchen

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Pusten und Hauchen

Pusten und Hauchen

Habt ihr im Winter draußen keine Handschuhe dabei, könnt ihr eure Hände wärmen, indem ihr hineinhaucht. Und steht vor euch ein heißer Tee, den ihr gerne trinken wollt, pustet ihr kräftig, um ihn abzukühlen. Aber warum ist Hauchen warm und Pusten kalt? Es kommt doch immer die gleiche Atemluft dabei aus eurem Mund?

Pusten und Hauchen

Misst man die Temperatur der Luft, die beim Hauchen aus dem Mund strömt, so ist sie deutlich wärmer als die Umgebungstemperatur. In unserem Versuch war die Hauchluft 34,4 Grad warm. Die Umgebungstemperatur betrug 20,6 Grad.

Pusten und Hauchen

Misst man die Temperatur der Luft, die beim Pusten aus dem Mund strömt, so ist sie zwar immer noch etwas wärmer als die Umgebungstemperatur, aber im Gegensatz zum Hauchen deutlich abgekühlt. In unserem Versuch betrug die Temperatur der Pusteluft 23,3 Grad. Aber wie kann das sein?

Pusten und Hauchen

Mit einer Nebelmaschine kann man den Unterschied sichtbar machen: Beim Hauchen strömt die Luft sehr langsam aus dem Mund. Dabei vermischt sie sich kaum mit der kälteren Umgebungstemperatur und behält auf ihrem kurzen Weg zur Hand oder zum Thermometer mehr oder weniger die Temperatur bei, die sie ursprünglich hatte.

Pusten und Hauchen

Pustet man mithilfe der Nebelmaschine, sieht man deutlich die Luftverwirbelungen, die dabei entstehen. Und während sich die warme Atemluft mit der kühleren Umgebungsluft verwirbelt, kühlt sie deutlich ab, ehe sie auf den Tee oder das Thermometer trifft.

Pusten und Hauchen

Den Unterschied macht also die Geschwindigkeit, mit der die Luft den Mund verlässt und sich dabei entweder abkühlt oder nicht und der Abstand zum Ziel. Würde man von einem Meter Entfernung bei Eiseskälte in Richtung der kalten Finger hauchen, käme von der Wärme der Atemluft sicher nicht mehr viel an. Und pustet man ganz, ganz nah auf die Hand, kann man die Wärme der Atemluft trotzdem spüren…

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