Mein Körper: Was ist Ausfluss?

Ausfluss Du bist kein Werwolf 31.07.2016 01:44 Min. Verfügbar bis 31.07.2021 KiKa

Mein Körper: Was ist Ausfluss?

Dass Mädchen Ausfluss haben, ist ganz normal – und sollte niemandem peinlich sein. Er ist sogar ein Vorbote für den Beginn der Periode. Wie sich der Ausfluss ab der ersten Regel verändert und was man tun sollte, wenn er eine ungewöhnliche Farbe annimmt oder einen anderen Geruch entwickelt, kannst du hier nachlesen!

Mein Körper: Ausfluss

Weißfluss
„Fluor Albus“ so wird der noch unregelmäßig auftretende, weißliche Ausfluss in der Fachsprache bezeichnet – oder einfach „Weißfluss“, aufgrund seiner Farbe. Er wird von den Vaginaldrüsen gebildet und ist zum einen ein Anzeichen dafür, dass sich die inneren sekundären Geschlechtsorgane entwickeln, zum anderen, dass die erste Periode nicht mehr lange auf sich warten lässt. Bis zur ersten Menstruation kann es jedoch noch einige Monate – sogar bis zu zwei Jahre – dauern. Das ist von Mädchen zu Mädchen unterschiedlich.

Zervixschleim
Ab der ersten Periode tritt nun nicht mehr der Weißfluss aus der Scheide, sondern der „Zervixschleim“. „Zervix“, das ist der lateinische Begriff für Gebärmutterhals. Der Ausfluss, der nun von den Zervixdrüsen gebildet wird, ist glasiger und unterliegt dem monatlichen Rhythmus der weiblichen Hormone. Das bedeutet, dass im Laufe des Zyklus mal mehr und mal weniger Ausfluss austreten kann. Um ihn aufzufangen, eignet sich der Gebrauch von Slipeinlagen. Sie vermeiden ein unangenehmes Gefühl in der Unterhose.

Wenn sich Geruch oder Farbe verändern…
… kann das ein Anzeichen für verschiedene Erkrankungen wie Pilzinfektionen, Scheidenerkrankungen, Geschlechtskrankheiten oder – das aber eher in seltenen Fällen – ein Tumor sein. Auch bei starkem Juckreiz oder Brennen beim Wasserlassen, sollte man in jedem Fall seinen Frauenarzt oder seine Frauenärztin aufsuchen.

Ursachen
Abwehrschwäche, Durchfall oder die Einnahme von bestimmten Medikamenten, können Auslöser für eine Infektion sein. Angesteckt werden kann man vor allem auf Toiletten, in Schwimmbädern – oder auch beim Geschlechtsverkehr.

Pilzinfektion
Der Candida Albicans ist ein Pilz, der auch normalerweise zur Scheidenflora dazugehört. Er wird erst dann zum Krankheitserreger, wenn er sich extrem vermehrt. Eine solche Pilzinfektion ist aber nichts Gefährliches und kann medikamentös behandelt werden.

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