Wolfman hilft: Selbstbefriedigung

Selbstbefriedigung Du bist kein Werwolf 17.07.2016 05:26 Min. Verfügbar bis 17.07.2022 KiKa

Wolfman hilft: Selbstbefriedigung

Sich selbst befriedigen oder auch masturbieren, onanieren, wichsen, fünf gegen Willi spielen, Hosenbillard, eine Ein-Mann/Frau-Party feiern – du findest in unserer Alltagssprache viele Ausdrücke, um vom „Sex mit sich selbst“ zu sprechen.Alles, was du darüber wissen solltest, erfährst du hier!

Selbstbefriedigung

Szenenbild Wolfman hilft: Selbstbefriedigung

Was ist Selbstbefriedigung?
„Nichts gegen Selbstbefriedigung! Das ist Sex mit jemanden, den ich liebe.“ Dieses berühmte Filmzitat geht auf einen wichtigen Filmregisseur unserer Zeit zurück: Woody Allen.
…und da ist was Wahres dran!

Was ist Selbstbefriedigung?
„Nichts gegen Selbstbefriedigung! Das ist Sex mit jemanden, den ich liebe.“ Dieses berühmte Filmzitat geht auf einen wichtigen Filmregisseur unserer Zeit zurück: Woody Allen.
…und da ist was Wahres dran!

Gutes Körpergefühl entwickeln
Wenn du dich selbst befriedigst, kannst du dich und deinen Körper auf eine neue Art und Weise kennenlernen: du kannst herausfinden, was deine Lust entfacht, deinen Motor auf Hochtouren bringt – und auch, was dich völlig kalt lässt oder weniger anmacht. Das entspannt auch für den gemeinsamen Sex: Wenn du deinen Körper gut kennst, fühlst du dich auch „im Ernstfall“ wohler in deiner Haut und kannst beim Vorspiel oder beim Geschlechtsverkehr deinem Partner sagen und zeigen, was dir gefällt.

Der richtige Moment
Es ist immer gut, einen ungestörten Moment zu finden z. B. abends vor dem Schlafengehen oder wenn niemand außer dir Zuhause ist oder in der Dusche, wenn man die Badezimmertür abschließen kann oder... So kannst du dich auf deinen Körper besser einlassen und hast im Hinterkopf nicht die Angst, dass jemand reinplatzen könnte. Es ist ja schon etwas sehr Persönliches und Intimes – was man nicht unbedingt mit anderen teilen möchte…

Lass deiner Fantasie freien Lauf!
Was in deinem Kopf passiert – das geht nur dich etwas an, ob du in einer Beziehung bist oder nicht. Viele fantasieren, denken an ihre Traummenschen oder etwas Romantisches, andere wiederum lassen sich allein vom Körpergefühl berauschen und denken an gar nichts. Daher: Egal, was dich in dem Moment scharf macht, lass es geschehen. Manchmal kommen dir während du masturbierst erotische Gedanken, die dir so nicht einfallen würden!

Hygieneregel
Du solltest vorher deine Hände waschen oder zumindest die Finger sauber halten. Schließlich berührst du wichtige Regionen deines Körpers! Auch die Hilfsmittel müssen sauber sein und sollten keine scharfen Ecken oder Kanten haben oder leicht kaputt gehen können. Man kann z. B. auch ein Kondom über einen Vibrator stülpen.

Und nun zum Thema!
Es gibt viele Möglichkeiten, sich selbst zu befriedigen und daher keine „richtige“ Anleitung. Das Beste ist tatsächlich, es einfach auszuprobieren!

Für Mädchen
Viele Mädchen befriedigen sich selbst auf dem Rücken liegend und benutzen dazu ihre Finger, die Hände oder Hilfsmittel wie z. B. einen Dildo oder einen Vibrator. Die Beine kannst du dabei leicht anwinkeln oder spreizen – viele genießen es aber auch gerade, die Muskeln der Beine anzuspannen und sie gegeneinander zu drücken.
Mit deinen Händen kannst du nun auf Erkundungstour gehen: Auf dem Weg zum Scheideneingang befindet sich die Klitoris – auch der Kitzler genannt. Sie ist sehr empfindlich und viele Mädchen finden es sehr erregend, sie zu streicheln, mit den Fingern zu umkreisen, oder auch zu drücken. Anderen ist das Gefühl schon zu heftig. Schau einfach, wie es dir gefällt.

Die Stelle um den Kitzler herum ist ebenfalls sehr empfindsam. Taste dich ruhig mit deinem Finger vor bis zum Scheideneingang. Du kannst ihn berühren, streicheln oder deinen Finger vorsichtig weiter in die Scheide hineingleiten lassen. Manchen reicht diese Berührung schon, um ganz erregt zu werden, andere finden es toll, den Finger hin und her zu bewegen – mal langsam oder auch mal schnell. Meistens werden die Schleimhäute in der Scheide nach einiger Zeit etwas feuchter – das ist ganz normal. Du kannst auch deine zweite Hand hinzunehmen. Mit ihr kannst du z. B. deine Brustwarzen streicheln oder den Kitzler berühren, während du den Finger der anderen Hand in der Scheide bewegst.
Kleiner Tipp: Nimm dir einen Spiegel und betrachte auf diese Weise dein äußeres Geschlechtsorgan!

Für Jungs
Hinweis vorweg:
Taschentücher bereithalten!
Jungs umfassen beim Masturbieren meist ihren Penis und bewegen die Vorhaut rhythmisch hoch und runter (im Liegen) bzw. vor und zurück (im Stehen). Dabei verhärtet sich der Penis, er wird steif und verändert seine Größe. Du kannst sowohl deine ganze Hand um den Penis legen oder mit Daumen und Zeigefinger einen Ring formen oder auch einzelne Finger benutzen. Dabei kannst du den Griff mal fester und mal lockerer halten. Manche stehen auch darauf, mit der zweiten Hand ihre Hoden, die Brustwarzen oder den Damm (das ist die Haut zwischen Hoden und After) zu berühren.

Meistens beschleunigen sich mit steigender Erregung auch die Bewegungen der Hände. Im Körper baut sich immer mehr eine Spannung auf, die im Höhepunkt, dem Orgasmus, gipfelt. Dieser führt meist zu einem Samenerguss, bei dem Sperma aus der Öffnung der Eichel spritzt. Hier kommen nun die Taschentücher zum Einsatz!
Apropos Taschentücher: Wenn Sperma trocknet, wird es hart. Wenn du nicht möchtest, dass andere deine getrockneten Taschentücher finden, dann solltest du sie schnell wegräumen.

Wie oft?
Die Lust darauf, dich selbst zu befriedigen, wird von Hormonen in deinem Körper ausgelöst. Das kannst du also nur wenig beeinflussen. Laut anonymen Umfragen befriedigen sich 96 Prozent aller Jungen und 82 Prozent der Mädchen regelmäßig selbst. Bei Erwachsenen sind das 90 Prozent der Männer und ungefähr 80 Prozent der Frauen. Die meisten Jugendlichen masturbieren zwischen dreimal täglich und einmal pro Woche.

Sperma kann nicht zur Neige gehen! Der männliche Körper produziert fortlaufend neue Spermien. Man(n) (und auch frau) kann also so oft oder auch so selten onanieren, wie man Lust hat! Bei häufiger Masturbation kann es bei Jungs höchstens passieren, dass die Haut am Penis aufgerubbelt wird und weh tut. Dann einfach einkremen und abheilen lassen.
Vom Onanieren wird man übrigens – allen Masturbationsmythen zum Trotz – auch nicht taub, blind, dumm oder Sonstiges – im Gegenteil: man lernt an wichtiger Körpererfahrung!

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