Sledgehockey: Spaß von A bis Z

Sledgehockey: Spaß von A bis Z

B

Bully
So heißt der Einwurf des Pucks am Beginn eines Spieldrittels und nach einer Spielunterbrechung, zum Beispiel nach einem Penaltyschuss. Der Bully findet immer in einem der fünf Bullykreise statt, die auf dem Spielfeld eingezeichnet sind. Der Puck wird von einem Linienrichter eingeworfen. Zwei gegnerische Spieler müssen versuchen, den Puck in ihren Besitz zu bekommen.

C

Captain
Der Mannschaftsführer eines Sledgehockey-Teams. Auf seinem Trikot befindet sich auf Brusthöhe der Buchstabe C. Der Captain ist der einzige Spieler einer Mannschaft, der mit dem Schiedsrichter sprechen darf.

Check
Ein Check oder auch Bodycheck, ist ein Anrempeln des Gegners. Ein Check ist generell erlaubt, wenn die Arme dabei angelegt sind und der gegnerische Spieler nicht mit dem Schläger verletzt wird. Ein unsauberer, verbotener Check zum Beispiel gegen den Kopf des Gegners, wird meistens mit einer Zeitstrafe belegt.

D

Deutsche Sledge-Eishockey-Liga
Die DSL gib es seit dem Jahr 2000. Sie wird auch Sledgehockey-Bundesliga genannt. Wie in der Fußball-Bundesliga wird auch in der DSL um die Deutsche Meisterschaft gespielt. Zur Zeit sind sechs Vereine in der DSL vertreten. Erfolgreichster Verein der Liga sind die Ice Lions Langenhangen, die bereits elf Mal Deutscher Meister waren.

I

Icing
Icing wird häufig auch "Unerlaubter Befreiungsschuss" genannt. Von Icing spricht man dann, wenn die angreifende Mannschaft den Puck direkt aus der eigenen Spielhälfte bis hinter die Torlinie des Gegners schießt. In den meisten Fällen wird das Spiel nach einem Icing durch einen Linienrichter unterbrochen. Geht der Puck bei dem Befreiungsschuss ins Tor, gilt der Treffer als regelkonform und wird gezählt.

L

Linesman
Als Linesmen werden im Eishockey und Sledgehockey die beiden Linienrichter bezeichnet. Sie unterstützen die Schiedsrichter und kontrollieren die Linienverstöße, das heißt Abseitssituationen oder das so genannte Icing.

P

Penalty
Penalty ist englisch und bedeutet "Strafe". Nach einem Foul oder einer Behinderung kann der Schiedsrichter einen Spieler zum Beispiel für einige Zeit auf die Bank schicken. Diese Strafe wird auch Zeitstrafe genannt. Das betroffene Team muss dann mit einem Spieler weniger auskommen. Der Penaltyschuss ist der Elfmeter des Eishockeys. Er wird häufig auch einfach Penalty genannt. Der Schiedsrichter kann zum Beispiel dann einen Penalty geben, wenn ein Spieler eine eindeutige Torchance der gegnerischen Mannschaft durch ein Foul verhindert. Im Gegensatz zum Elfmeter wird der Penalty nicht aus der Ruhelage ausgeführt, sondern der Spieler bewegt sich mit dem Puck auf den Torwart zu und schießt.

Puck
Der Puck ist das Spielgerät beim Sledgehockey. Er ist etwa 2,54 Zentimeter hoch, hat einen Durchmesser von 7,62 Zentimetern und wiegt zwischen 156 und 170 Gramm. Die Zahlen sind so krumm, weil der Sport aus Amerika kommt und dort in einer anderen Einheit gemessen wird. Die amerikanischen Maße des Pucks sind 1 Zoll (Höhe) und 3 Zoll (Durchmesser).

R

Referee
Bezeichnung für die Schiedsrichter im Sledgehockey. Bei einem Spiel gibt es ein oder zwei Referees, die von zwei Linienrichtern, den Linesmen, unterstützt werden. Alle Schiedsrichter tragen schwarz-weiß gestreifte Trikots und schwarze Hosen. Damit man Referees und Linemen auseinander halten kann, tragen die Hauptschiedsrichter rote Streifen an beiden Oberarmen.

S

Schläger
Beim Sledgehockey werden im Gegensatz zum Eishockey zwei Schläger verwendet. Sie sind relativ kurz und haben an den Enden so genannte Spikes. Das sind scharfe Metallhaken, die die Spieler in das Eis stemmen, um sich dann abzudrücken und so Geschwindigkeit zu bekommen. Zum Schlagen des Pucks können die Spieler nur einen oder beide Schläger einsetzen.

Schlitten
Die Schlitten, mit denen sich Sledgehockey-Spieler über das Eis bewegen sind aus Aluminium oder Stahl. Sie bestehen aus einem Rahmen unter dem die Kufen angebracht werden, sowie einer Sitzschale. Schlitten und Sitze müssen der Größe und dem Gewicht des jeweiligen Sportlers angepasst werden, damit er sich möglichst schnell und bequem über das Eis bewegen kann.

Sledgehockey
Sledgehockey ist eine Variante des Eishockeys. Die Sportart wird hauptsächlich von Menschen ausgeübt, die eine körperliche Einschränkung an den Beinen haben, die also zum Beispiel querschnittsgelähmt oder beinamputiert sind. Die Regeln und die Schutzausrüstung im Sledgehockey sind denen des Eishockeys sehr ähnlich. Der größte Unterschied zwischen Sledgehockey und Eishockey besteht in der Art der Fortbewegung. Beim Sledgehockey sitzen die Spieler in einem Schlitten und schieben sich mithilfe von zwei Schlägern an. Während im Eishockey die Spieldrittel jeweils 20 Minuten dauern, wird im Sledgehockey nur drei Mal 15 Minuten gespielt. In jeder Mannschaft stehen sechs Spieler auf dem Eis, darunter ein Torwart. Ziel des Spiels ist, den Puck in das Tor der gegnerischen Mannschaft zu schießen. Gewonnen hat, wer die meisten Tore schießt.

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