Sportgeschichte

Sportgeschichte

Angefangen hat alles mit einem Holzbrett. Daraus stellte der Österreicher Toni Lenhardt im Jahr 1900 den so genannten ‚Monogleiter‘ her, den Vorläufer des heutigen Snowboards.

Schwarz-weiß: Zwei Kinder mit 'Ski-boards' im Schnee.

Erst in den 1960er Jahren griffen gleich mehrere amerikanische Wellenreiter die Idee wieder auf. Sie wollten ihren Sport auch im Winter ausüben können und suchten nach einer Möglichkeit im Schnee zu surfen. 1963 entwickelte der Achtklässler Tom Sims für ein Schulprojekt das ‚Ski Board‘. Sherman Poppen schraubte für seine Tochter zwei Kinderski zu einem Brett zusammen und montierte eine Leine an das vordere Ende, an der man sich festhalten und lenken konnte. Mit diesem Gleiter konnte sie die  Hügel hinunter fahren. Nicht nur seine Tochter war begeistert, sondern auch viele ihrer Freunde fanden dieses Ur-Snowboard toll. Poppen begann deshalb damit, seinen ‚Snurfer‘ – das steht für ‚snow‘ und ‚surfer‘ –  zu produzieren und zu verkaufen. Mit großen Erfolg: Innerhalb von zehn Jahren ging der Snurfer fast eine Million Mal über den Ladentisch.

Jake Burton Carpenter neben seiner Frau.

Die ersten Boards waren vor allem bei jungen Sportlern sehr beliebt. Einer von ihnen, Jake Burton Carpenter, wollte die Boards verbessern und entwickelte zum ersten Mal spezielle Bindungen für Snowboards. 1977 gründet er seine eigene Firma, mit der er bis heute erfolgreich Snowboards weiterentwickelt und verkauft. Jake Burton Carpenter prägt den Snowboardsport bis heute und ist mitverantwortlich dafür, dass sich Snowboarden von einem Hobby für schneeverrückte Sportler in einen weltweit beliebten Sport entwickelt hat. Auch Tom Sims, der bereits in der Schule sein erstes Board gebaut hatte, gründete eine Firma, die auf Snowboards spezialisiert ist.

Lange Zeit waren Snowboards auf den öffentlichen Skipisten nicht zugelassen. Die Sportler nutzen deshalb die Bereiche abseits der Pisten oder schlichen sich nachts auf die Hänge, um heimlich zu üben.

Benjamin Karl beim Riesenslalom.

In den 1980ger Jahren kam der Durchbruch: In den USA wurden die ersten nationalen Snowboard-Wettkämpfe veranstaltet und der Sport breitete sich auch in Europa rasant aus. Nationale und internationale Verbände wurden gegründet und Wettbewerbe und Rennserien ins Leben gerufen. 1993 fand die erste Snowboard-Weltmeisterschaft statt. 1998 nahmen die Snowboarder mit den Disziplinen Halfpipe und Riesenslalom zum ersten Mal an Olympischen Spielen teil. Dabei holte die Snowboarderin Nicola Thost in der Halfpipe das erste olympische Snowboard-Gold für Deutschland. Mittlerweile sind auch Slopestyle, Snowboardcross und Big Air olympische Snowboard-Disziplinen.

Stand: 09.04.2019, 13:22

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