Hall of Fame

Hall of Fame

Hier eine Auswahl an Torwart-Profis

Schwarz-weiß Foto: Torwart Bernhard Carl -Bert- Trautmann.

Bert Trautmann ( *1923 - †2013 )
"Traut the Kraut" – so wurde Bert Trautmann liebevoll in England genannt. Und wurde kurz nach dem Zweiten Weltkrieg zum ersten "Fußballer des Jahres" in England gewählt. Besonders ist das schon für einen Torwart und für einen Deutschen wirklich außergewöhnlich! Denn Trautmann geriet als Fallschirmjäger gegen Ende des Krieges in englische Gefangenschaft. Nach dem Krieg blieb er in England und wurde vom Erstligisten Manchester City unter Vertrag genommen. Damals demonstrierten noch Tausende Menschen gegen seine Verpflichtung. Doch heute ist er eine Legende in Großbritannien! Nicht zuletzt wegen seiner aufopfernden Leidenschaft im Spiel. 1956 brach er sich während einer Parade im Endspiel des englischen Pokals das Genick, spielte trotz großer Schmerzen weiter und gewann mit seinem Team. Er wurde 89 Jahre alt.

Bert Trautmann ( *1923 - †2013 )
"Traut the Kraut" – so wurde Bert Trautmann liebevoll in England genannt. Und wurde kurz nach dem Zweiten Weltkrieg zum ersten "Fußballer des Jahres" in England gewählt. Besonders ist das schon für einen Torwart und für einen Deutschen wirklich außergewöhnlich! Denn Trautmann geriet als Fallschirmjäger gegen Ende des Krieges in englische Gefangenschaft. Nach dem Krieg blieb er in England und wurde vom Erstligisten Manchester City unter Vertrag genommen. Damals demonstrierten noch Tausende Menschen gegen seine Verpflichtung. Doch heute ist er eine Legende in Großbritannien! Nicht zuletzt wegen seiner aufopfernden Leidenschaft im Spiel. 1956 brach er sich während einer Parade im Endspiel des englischen Pokals das Genick, spielte trotz großer Schmerzen weiter und gewann mit seinem Team. Er wurde 89 Jahre alt.

Josef Dieter "Sepp" Maier ( *1944 )
"Die Katze von Anzing" wurde Sepp Maier genannt. In den 1960er und 1970er Jahren war er auf der Linie wirklich kaum bezwingbar. Mit dem FC Bayern München wurde er vier Mal Deutscher Meister, vier Mal DFB-Pokalsieger, er gewann drei Mal den Landesmeister-Cup und ein Mal den Weltpokal. Mit der Nationalmannschaft feierte er 1974 den WM-Gewinn im eigenen Land, zwei Jahre zuvor wurde er Europameister. Diese Erfolge sind auch seinem glühenden Ehrgeiz geschuldet: "Erst wenn ich Moos auf den Knien habe und die Kameraden mich beim Einlaufen stützen müssen, dann höre ich auf", war sein Motto. Nach einem Autounfall musste er seine Karriere aber 1979 doch beenden. Von 1988 bis 2004 war er Torwarttrainer der deutschen Nationalmannschaft. Als Spaßmacher auf dem Platz war Sepp Meier übrigens kaum zu schlagen. So kam es auch schon einmal vor, dass er während eines Spiels nach einer Ente hechtete.

Oliver Kahn ( *1969 )
Der Titan - so wird Oliver Kahn spätestens seit seiner Zeit als Stammtorwart für die Bayern genannt. Und diesen Spitznamen hat er sich wahrlich verdient. Sein enormer Ehrgeiz, seine Bissigkeit und Autorität im Tor haben ihm zu einer gewaltigen Karriere verholfen: Acht Mal wurde er Deutscher Meister, sechs Mal gewann er mit den Bayern den DFB-Pokal! Außerdem gewann er so viele Preise wie noch kein Torhüter vor ihm. Welttorhüter, UEFA-Torhüter des Jahres, Deutschlands Fußballer des Jahres – Oliver Kahn ist ein wirklich hochdekorierter Keeper. Aber er war auch als ziemlicher Hitzkopf bekannt. Berühmt-berüchtigt sind seine Ausraster auf dem Rasen. 1999 stürzte er zum Beispiel auf den Dortmunder Heiko Herrlich zu und täuschte einen Vampierbiss an. Vergeben und vergessen: Seit seinem Karriereende strahlt er als Co-Fußballmoderator im Fernsehen Ruhe und Gelassenheit aus.

Fabien Barthez ( *1971 )
Teamkollege Laurent Blanc küsste vor jedem gemeinsamen Spiel mit der französischen Nationalmannschaft seinem kahlrasierten Torwart Fabien Barthez die Glatze – um das "Glück der Fußballgötter" heraufzubeschwören. Für Barthez scheint sich das gelohnt zu haben: Weltmeister, Europameister, französischer Meister, englischer Meister, Sieger im Europapokal der Landesmeister – der für einen Torwart mit seinen 1,83 "kleine" Barthez erreichte in seiner Laufbahn alles und ist in Frankreich Kult. Er war ein schneller und beweglicher Torwart, der auf der Linie mit spektakulären Paraden immer wieder sein Ausnahmetalent zeigt. Wie viele andere große Torwarte war auch Barthez immer mal wieder für Aussetzer gut. Aber die Franzosen hatten meist Nachsehen mit ihrem Idol. Seit seinem Karriereende fährt Barthez leidenschaftlich gern Motorrad.

Gianluigi Buffon ( *1978 )
Der Italiener Gianluigi Buffon ist mit seinen 36 Jahren schon ein recht alter Mann im Tor, aber seine Position ist unangefochten – in der italienischen Nationalmannschaft wie auch bei seinem Verein Juventus Turin. Sollte Buffon bei der WM 2018 noch einmal zwischen den italienischen Pfosten stehen, wäre das seine sage und schreibe sechste WM-Teilnahme! Rekordnationalspieler ist er in der "Azzurri" (so wird die italienische Nationalmannschaft wegen ihrer azurblauen Trikots genannt) schon längst. Seinen Höhepunkt erlebte "Gigi" bei der WM 2006 in Deutschland, als Italien Weltmeister wurde! Wegen seiner ehrgeizigen und harten Spielweise wird Buffon gelegentlich auch als der "Kahn Italiens" bezeichnet.

Manuel Neuer ( *1986 )
Unsere aktuelle und unumstrittene Nummer 1 im Tor! Der langjährige Schalker spielt seit 2011 für den Rekordmeister Bayern München und seit 2010 in der Nationalmannschaft. Er stellt einen neuen Torhüter-Typ dar, den nicht nur unglaubliche Reflexe und Stärke in Eins-gegen-Eins-Situationen auszeichnen, sondern auch fußballerisches Können, das sonst nur Feldspieler haben. Vor allem nach seinem Weltmeisterschaftstitel 2014 mit der deutschen Nationalmannschaft wurde er als "Liberotorwart" gefeiert. Völlig zurecht. Es gibt wohl keinen anderen Torwart, der so große Laufwege während eines Spiels zurücklegt und so ballsicher wie der Gelsenkirchener ist.

Stand: 19.02.2018, 14:09 Uhr

Darstellung: