Hoch und tief

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Es gibt Punkte auf der Welt, die sind so tief, dass es nicht leicht ist, sie zu erreichen, denn in den meisten Fällen liegt unvorstellbar viel Wasser darüber. Einer dieser Punkte ist der Marianengraben. Er liegt im westlichen pazifischen Ozean und an seiner tiefsten Stelle ist er 11.934 Meter tief! Der Wasserdruck da unten ist enorm. Niemand könnte einfach so da runter tauchen. Der hohe Druck würde einen einfach zerquetschen.

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Aber der Mensch ist von Natur aus neugierig. Und so wurde ein U-Boot gebaut, das in der Lage war, diesem hohen Druck standzuhalten und auch noch zwei Passagiere mitzunehmen: Jaques Piccard und Don Walsh machten sich am 23. Januar 1960 mit der Trieste – so hieß das U-Boot – auf den Weg in die Tiefe. Sie tauchten 10.916 Meter tief ab!

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Und was sahen sie? Erst einmal nicht sehr viel. An der tiefsten Stelle der Welt ist es dunkel und kalt. Kurz über Null Grad. Die Tiefsee, die ab einer Tiefe von 800 Metern anfängt, ist eine spannende und noch wenig erforschte Welt.

Aber auch oben auf der Erdoberfläche gibt es Tiefpunkte:

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Das Tote Meer zum Beispiel, das zwischen Jordanien, Israel und dem Westjordanland liegt. Das Ufer des Sees ist der tiefste nicht von Wasser oder Eis bedeckte Bereich der Erde. Seine Wasseroberfläche liegt zurzeit ca. 428 Meter unter dem Meeresspiegel, Tendenz sinkend, denn das Tote Meer trocknet aus!

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Der tiefste See der Welt ist der Baikalsee. Er liegt in Sibirien und misst 1642 Meter an seiner tiefsten Stelle. Er allein besitzt zurzeit ein Fünftel des flüssigen Süßwasservorkommens der Welt. Im kalten Winter friert er so fest zu, dass er für einige Monate als Straße verwendet wird.

Kalt geht es weiter!

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Nämlich hier: im Himalaya, dem mächtigsten Gebirge der Welt. Sein Name kommt aus dem Altindischen und bedeutet so viel wie "Schneewohnstätte". Der Himalaya liegt zwischen dem tibetanischen Hochland und dem indischen Subkontinent. 10 von 14 Achttausendern – das sind Berge die höher als 8000 Meter sind – ragen hier in den Himmel. Unter ihnen ist der Mount Everest. Mit 8848 Metern ist er der höchste Berg der Welt!

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Ihn zu besteigen ist nicht ganz einfach. Viele, die es versucht haben, sind umgekehrt oder gar nicht wieder herunter gekommen. Steigt man so hoch, mutet man seinem Körper eine Menge zu. Ab 7000 Metern beginnt die kritische Zone für den Körper, genannt "Todeszone". Der Sauerstoffgehalt in der Luft und damit auch im Blut wird immer weniger, je höher man kommt. Der Körper braucht aber Sauerstoff, um zu funktionieren. Dazu kommt die Anstrengung durch das Klettern. Da helfen sich manche Bergsteiger mit einer Sauerstoffmaske. Hat man den Gipfel erreicht, kann man sich nur kurz umschauen und sollte sich dann zügig wieder an den Abstieg machen.

Auch das Wetter darf man in dieser Höhe nicht unterschätzen:

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Innerhalb kürzester Zeit kann es umschlagen und Massen von Schnee und kaltem Wind mit sich bringen. Und auch bei Sonnenschein ist es klirrend kalt.
Die ersten, von denen man weiß, dass sie den Mount Everest bestiegen und lebend zurück gekommen sind, waren der Neuseeländer Sir Edmund Hillary und der Sherpa Tenzing Norgay am 29. Mai 1953.

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