Katharina die Große

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Katharina die Große

Die einzige „Große“ unter den Herrscherinnen: Katharina II., Kaiserin von Russland

Sie kommt 1729 im preußischen Stettin als Sophie Auguste Friederike, Prinzessin von Anhalt-Zerbst, zur Welt. Als sie 16 Jahre alt ist, wird sie mit ihrem ein Jahr älteren Cousin Peter verheiratet. Er ist der Neffe der russischen Kaiserin Elisabeth und soll ihr Nachfolger werden. Sophie ist evangelisch, als zukünftige russische Kaiserin wird sie auf den russisch-orthodoxen Glauben getauft und nimmt den Namen Katharina an.

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Es dauert 17 Jahre, bis Peter Kaiser wird. Die Russen mögen ihn nicht und setzen ihn nach einem halben Jahr ab. Katharina wird zur Zarin ernannt, das heißt zur Kaiserin. Sieben Tage später wird Peter umgebracht.

Russland hat viele Probleme, die Bauern leben in schrecklichen Verhältnissen, das Land ist total verschuldet und es gibt kaum Schulen. Katharina führt viele Kriege, unter anderem zweimal gegen die Türken, und nimmt sich Länder, die ihr nicht gehören: die Ukraine, die Krim, Teile von Polen.

In ihrem großen Reich gibt es Regionen, in denen kein Mensch lebt. Deshalb erlässt Katharina 1763 eine Einladung an alle Ausländer, speziell an die Deutschen, sich im Land niederzulassen. Sie sollen umsonst Land erhalten, nur wenig Steuern zahlen und ihre Sprache behalten dürfen. Schon in den ersten fünf Jahren kommen 30.000 Menschen, die meisten Deutsche. Allein im Wolgagebiet entstehen über hundert neue Dörfer.

Katharina führt viele Reformen in ihrem Land durch. Manches bleibt aber auch beim Alten. 1796 stirbt sie in Sankt Petersburg, ihr Sohn Paul I. folgt ihr auf den Thron.

Stand: 22.07.2015, 12:02

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