Tauchen: Spaß von A bis Z

David hält unter Wasser ein Schild in der Hand, auf dem 'Haifisch hinter dir' steht.

Tauchen: Spaß von A bis Z

1. und 2. Stufe
Die beiden Stufen sind Teile des Atemreglers. Die 1. Stufe wird an die Tauchflasche angeschlossen. Sie hat die Aufgabe, den Druck der Luft, die aus der Pressluftflasche strömt, auf einen so genannten Mitteldruck zu verringern. Die 2. Stufe mit dem Mundstück verringert den Druck der Luft noch weiter und stellt ihn auf den Umgebungsdruck ein, in dem sich ein Taucher gerade befindet. Dadurch wird es möglich, in jeder Tiefe gleichbleibend zu atmen.

A

ABC Ausrüstung
So wird die Grundausrüstung beim Tauchen und Schnorcheln genannt. Sie besteht aus der Tauchmaske, dem Schnorchel und den Flossen.

Apnoetauchen
Die älteste und ursprünglichste Tauchform. Apnoetaucher verwenden keine Atemhilfen, sie tauchen also ausschließlich mit ihrer eigenen Atemluft.
Bei Wettkämpfen im Apnoetauchen geht es darum, möglichst lange unter Wasser zu bleiben, möglichst lange Strecken zu tauchen oder möglichst tief zu tauchen.

Atemregler
Der Atemregler ist ein Bestandteil eines Tauchgeräts und ist für die Luftversorgung unter Wasser zuständig. Er ist notwendig, weil die Luft in den Pressluftflaschen unter einem großen Druck steht, mit dem wir nicht atmen können. Der Atemregler, der meistens mit zwei Stufen arbeitet, reduziert den Druck so, dass er für einen Taucher in jeder Tiefe immer genau richtig ist

Aufstiegsgeschwindigkeit
Je tiefer Taucher im Wasser absinken, desto größer wird der Druck, der auf ihren Körper einwirkt. Beim Aufstieg verringert er sich wieder. Da die Druckunterschiede für den menschlichen Körper gefährlich werden können, müssen Taucher sehr genau darauf achten, nicht zu schnell aufzusteigen. Durch eine langsame Aufstiegsgeschwindigkeit und Pausen während des Aufstiegs stellen sie sicher, dass sich ihr Körper an die Druckunterschiede anpassen kann. Dabei gilt als grober Richtwert: Niemals schneller aufsteigen, als die kleinsten Luftbläschen.

B

Bar
Das Bar ist eine physikalische Einheit für den Druck. An der Wasseroberfläche beträgt der Umgebungsdruck 1 bar. In 10 Metern Wassertiefe 2 bar und in 20 Metern Tiefe 3 bar. Auch der Druck in den Pressluftflaschen wird in bar gemessen. Er beträgt meistens 200 bar.

Bleigewichte
Bleigewichte kommen beim Abtauchen zum Einsatz. Da die Tauchanzüge Auftrieb haben und den Taucher an der Wasseroberfläche halten, sorgen Bleigewichte für die nötige Schwere, um in die Tiefe sinken zu können. Dazu werden die Gewichte vor dem Tauchgang an speziellen Gurten befestigt.

Buddy
siehe Tauchbuddy

D

Dekompressionskrankheit | Taucherkrankheit
Bei normalem Luftdruck enthält das menschliche Gewebe, also zum Beispiel Muskeln eine gewissen Menge an Stickstoff und anderen Gasen. Je tiefer du tauchst, desto höher wird der Druck. Der eingeatmete Stickstoff lagert sich im Körpergewebe ab. Je länger der Tauchgang dauert und je tiefer getaucht wird, desto mehr Stickstoff wird eingelagert. Dieser muss beim Auftauchen rechtzeitig wieder aus dem Gewebe raus. Hat der Stickstoff nicht die Zeit, langsam den Körper zu verlassen, so dehnt er sich bei dem geringeren Luftdruck sehr stark aus. Es entstehen Gasblasen im Körper, die die so genannte Taucherkrankheit hervorrufen. Die Merkmale reichen von Müdigkeit und Übelkeit über Kopfschmerzen bis zu Bewusstlosigkeit. In ganz schlimmen Fällen, kann die Dekompressionskrankheit auch lebensbedrohlich werden.

Druckausgleich
Beim Ab- und Aufstieg ändert sich der Druck, dem dein Trommelfell ausgesetzt ist. Das kann ganz schön weh tun oder dein Trommelfell verletzen. Daher ist es wichtig, regelmäßig einen Druckausgleich zu machen, am besten noch bevor du den Druck spürst. Zum Druckausgleich drückst du die Nase mit zwei Fingern zu und atmest langsam aus, bis du ein Knacken im Ohr hörst.

F

Finimeter | Manometer
Der Finimeter ist ein Gerät, das dem Taucher anzeigt, wieviel Luft sich noch in seiner Flasche befindet. Er wird direkt an den Atemregler angeschlossen.

Flosse
Flossen sind Schwimmhilfen, die an den Füßen oder Händen getragen werden. Sie ermöglichen es, sich im oder unter Wasser mit geringerer Anstrengung und größerer Geschwindigkeit zu bewegen.

Füßling
So genannte Füßlinge aus Neopren schützen Taucher vor Kälte und Verletzungen. Tauchflossen werden immer mit Füßlingen getragen.

G

Gerätetauchen
Von Gerätetauchen wir dann gesprochen, wenn der oder die Taucher/in mit Luft von außen versorgt wird. Meistens ist mit Gerätetauchen aber nur das Tauchen mit Pressluftflasche und Atemregler gemeint.

I

Inflator
Mit Hilfe des Inflators kann ein Taucher per Knopfdruck Luft in sein Jacket blasen und sich so unter Wasser austarieren. Der Inflator wird mit dem einem Schlauch direkt an den Atemregler angeschlossen.

J

Jacket
Jacket ist Englisch und bedeutet Weste. Beim Tauchen hilft das Jacket beim Auf- und Abtauchen, indem man Luft hinein- oder ablässt. Auch die Bleigewichte können am Jacket befestigt werden.

L

Lungenautomat
siehe Atemregler

N

Neopren
Neopren ist ein mit Stickstoff aufgeschäumter künstlicher Kautschuk. Um sich vor Verletzungen und der Kälte des Wassers zu schützen, tragen Taucher Anzüge, Handschuhe und Füßlinge aus Neopren. Neopren-Ausrüstung gibt es in verschiedenen Stärken. Dabei gilt: Je dicker das Material, desto größer ist der Kälteschutz.

T

Taucherkrankheit
siehe Dekompressionskrankheit

O

Oktopus
Ein Oktopus ist ein zusätzlicher Schlauch mit Mundstück (wird auch als 2. Stufe des Atemreglers bezeichnet). Er wird in Notfallfällen benötigt, wenn ein zweiter Taucher mit Luft versorgt werden muss.

P

Pressluft
Taucher atmen unter Wasser Luft aus ihren mitgeführten Pressluftflaschen. Pressluft ist gereinigte und getrocknete Luft, die mit hohem Druck in die Flaschen gefüllt wird.

S

Schnorcheln
Schnorcheln ist eine Art des Tauchens ohne Atemgerät. Man benötigt nur eine Taucherbrille und einen Schnorchel, der über die Wasseroberfläche ragt und durch den man atmet.

T

Tarieren
Beim Tarieren unter Wasser geht es darum, den perfekten Ausgleich zwischen Auftrieb und Abtrieb zu finden. Wenn du weder nach oben steigst, noch weiter nach unten sinkst, schwebst du im Wasser und bleibst konstant in einer bestimmten Tiefe. Dadurch sinkt die Gefahr, dich zu verletzen und das tauchen wird leichter und du benötigst weniger Luft. Beim austarieren muss man auf drei Dinge gleichzeitig achten: die richtige Atemtechnik, die richtige Menge Luft im Jacket und die richtige Menge Blei als Gegengewicht. Das ist für einen Anfänger ganz schön schwierig.

Tauchanzug
siehe Neopren

Tauchbuddy
Als Sporttaucher taucht man aus Sicherheitsgründen nie alleine sondern immer mit einem Buddy oder Tauchbuddy. Die Buddys bereiten sich gemeinsam auf den Tauchgang vor und passen unter Wasser aufeinander auf.

Tauchermesser
Falls sich ein Taucher unter Wasser in etwas verfängt oder verheddert, kann er sich mit seinem Tauchermesser ohne fremde Hilfe befreien. Deshalb gehört ein Messer  zur Grundausrüstung von Tauchern.

Tauchzeichen
Tauchzeichen sind Handzeichen oder Gesten, mit denen sich Taucher unter Wasser verständigen und zum Beispiel auf Gefahren aufmerksam machen. Die wichtigsten Tauchzeichen gehören zu jeder Tauchausbildung.

Stand: 11.06.2020, 18:23

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