Spaß von A bis Z

Johannes steht an Land neben seinem Surfboard, Hannes zeigt ihm, wie er das Segel halten soll.

Spaß von A bis Z

Hier findest du die wichtigsten Begriffe um das Windsurfen!

A

Aufholleine
Wird auch Startschot genannt. Die Leine wird am Gabelbaum und Mast befestigt. Mit ihrer Hilfe kann das Segel zum Starten aus dem Wasser gezogen werden. Sie sind selbstraffend, damit sie nicht im Weg herum hängen sowie wasserabweisend und meist mit einem Schwimmkörper versehen. 

B

Board
Oder auch Surfbrett. Dieses besteht in der Regel aus einem stromlinienförmigen Schwimmkörper, dessen Volumen sich an dem Können und Gewicht orientiert. Die Bauform hängt davon ab, für welchen Surfstil das Brett verwendet wird.  Die Bretttlänge schwankt zwischen 2,20 und 2,80  und einer Breite von 0,48 bis rund 1,00 Metern. Die Länge wird üblicherweise in den im englischen „Inch“ (1 Inch = 2,54 cm) oder „Feet“ (1 Feet = 30,48 cm) angegeben. Moderne Bretter wiegen um die 7 Kg und weisen eine ausgeprägte Bug- und Heckaufbiegung auf. Die Bretter bestehen aus leichten und gleichzeitig sehr steifen Materialien. In erster Linie handelt es sich dabei um kohlenstoffaserverstärkte Kunststoffe wie Karbon oder Kevlar.
Am beliebtesten im Freizeitsport sind die sogenannten Freeride-Bretter mit einem Volumen von 90 bis 150 kg. Diese sind am leichtesten zu handeln.
Freestyle-Bretter sind sehr drehfreudig und leicht zu manövrieren, so dass sie mit einem Volumen von rund 85 bis 110 Litern ideal geeignet sind für Sprünge und schnelle Drehungen.
Einsteigerbretter haben in der Regel ein großes Volumen von mehr als 140 Litern und sind deutlich breiter als andere Boards und sind somit sehr kippstabil. In der Regel haben sie darüber hinaus noch ein Schwert, das noch mehr Stabilität verleiht.

Bug
Vorderer Teil des Boards.

F

Finne
Nach der Form  der Fischflosse benannte Befestigung am Heck des Boards, die der Richtungsstabilität dient und fest montiert ist.

G

Gabelbaum
Bestandteil des Riggs, das aus zwei symmetrischen Holmen besteht und mit Schnellverschluss zwischen Schulter- und Brusthöhe am Mast befestigt wird. Die Holme laufen bogenförmig an beiden Enden zusammen. Das Endstück ist längenverstellbar und arretierbar, damit der Gabelbaum mit möglichst vielen unterschiedlichen Segeln verwendet werden kann. Der Gabelbaum dient nicht nur der Segelaufspannung, sondern auch dem Steuern.

H

Halse
Wendemanöver, bei dem der Surfer mit dem Heck aus dem Wind heraus fährt und die Segel am Ende von der anderen Seite aus gelenkt werden.

Heck
Hinterer Teil des Boards.

K

Kurs
Der gefahrene Kurs hängt immer vom Wind ab, der nie ideal weht, so dass der Surfer über verschiedene Arten sich und das Segel auszurichten, den Kurs halten kann und somit dorthin gelangt, wohin er auch surfen möchte.

Kreuzen
Kurs, der gegen den Wind gefahren wird, um wieder zum Ausgangspunkt zu gelangen. Dabei wird das Segel immer wieder so ausgerichtet und gehalst, dass der Surfer in einem Zick-Zack-Kurs fährt.

M

Mast
Das Surfsegel wird über den Mast am Board befestigt. Der Vorgang der Befestigung wird „Aufriggen“ genannt. Der Mast ist dabei über den Mastfuß mit dem Brett verbunden. Der Mast besteht aus glasfaserverstärkten Kunststoffen und kann mit Carbon verstärkt werden. Die Länge beträgt je nach Segel zwischen 3,60 und 5,80 Metern. Die Steifigkeit und Härte des Mastes wird durch den IMCS-Index (INdexed Mast Check System) angegeben und ist auf die Vorgaben des Segelherstellers abgestimmt. Je niedriger der Wert, umso weicher ist der Mast.

Mastfuß
Freibewegliches Verbindungsstück zwischen Rigg und Surfbrett. Er besteht im oberen Teil aus einem verriegelbaren Dorn, an dem das Rigg befestigt wird. Im unteren Bereich befindet sich die ebenfalls verriegelbare Mastfußplatte, die in der im Brett befindlichen Mastfußschiene befestigt wird. Dazwischen befindet sich ein becherförmige Verbindung, auch Trimmadapter genannt. Der frei drehbare Teil wird Powerjoint genannt.

R

Rigg
Bezeichnet die Kombination aus Segel und Mast. Entsprechend wird das Aufziehen des Segels auf den Mast „Aufriggen“ genannt.

S

Schwert
Deutlich größer als die Finne. Es dient der Richtungsstabilität und wird flexibel über den Schwertkasten unter dem Brett befestigt. Das Schwert kommt in der Regel bei Surfanfängern zum Einsatz.

Segel
Dient der Fortbewegung mithilfe des Windes. Früher bestanden Segel aus Tuch, moderne Segel bestehen aus durchsichtiger Polyester-Folie und Dacron, einem gewebten Polyester-Tuch. Besonders beanspruchte Teile des Segels sind mit Kevlar-Gewebe verstärkt. Kevlar ist ein besonders belastbarer Kunststoff.  Mehrere Segellatten sorgen dafür, dass das Segel genügend Vortrieb bekommt. Sehr leistungsfähige Segel verfügen über sogenannte „Camber“, auf den sich die Segellatten abstützen, was die Stabilität des Segels noch einmal erhöht.  Je nach Alter, Gewicht, Können und Windstärke sind die Segel zwischen 1,5  und 12,5 qm groß.

Surfanzug
Schutzanzug aus Neopren, einem gummiartigen Material mit isolierender Wirkung. Gibt es je nach Temperatur in unterschiedlichen Dicken und in einer langen und kurzen Version. Wird auch „Neo“ genannt.

T

Trapez
Breites Gurtsystem mit Haken im vorderen Bereich, mit denen sich der Surfer an die am Gabelbaum hängenden Seilschlaufen (Tampen) einhängt. Dadurch wird nicht nur die Armmuskulatur entlastet. Je nachdem wie sehr sich der Surfer durch gezielte Gewichtsverlagerung ins Trapez „reinhängt“, kann er Einfluss auf die Geschwindigkeit nehmen.

W

Wende
Wendemanöver, bei dem der Surfer mit dem Bug in den Wind hinein fährt und die Segel am Ende von der anderen Seite aus gelenkt werden.

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