Wie wäscht Seife?

A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z

Wie wäscht Seife?

Wie wäscht Seife?

Dreckige Hände wäscht man mit Wasser und Seife. Dann sind sie meist wieder sauber. Habt ihr schon mal versucht eure Hände ohne Seife zu waschen? Manchmal klappt das, manchmal aber auch nicht. Woran liegt das, und was macht die Seife, was Wasser alleine nicht kann?

Wäscht man die Hände mit Wasser, wird Dreck auf der Haut davon gelöst und weggespült. Aber nicht immer. Es gibt Dreck, der sich durch Wasser allein nicht lösen lässt. Vor allem sind das Fette und Öle. Das kann man auch gut mit einem kleinen Versuch verdeutlichen. Gießt ihr Wasser und Öl in einer Schüssel zusammen, könnt ihr feststellen, dass sich die beiden Flüssigkeiten nicht miteinander verbinden. Auch nicht, wenn man umrührt. Das kann man auch auf das Händewaschen übertragen. Damit fettiger Dreck abgespült werden kann, muss sich das Wasser irgendwie mit dem Fett verbinden. Und genau hier kommt die Seife ins Spiel.

Wie wäscht Seife?

Seife gehört zu den so genannten Tensiden. Wie alle anderen Stoffe auch, bestehen Tenside aus vielen winzigen Teilchen, den Molekülen. Diese Tensid-Moleküle haben eine ganz besondere Eigenschaft. Sie haben nämlich eine wasseranziehende und eine wasserabweisende Seite.  Wäscht man sich die Hände mit Seife, greift sich die wasserabweisende Seite des Tensids das Fett und die wasseranziehende Seite das Wasser.  So sorgen Tenside für die Verbindung zwischen Wasser und Fett. Durch den Wasserstrom können so die Fette oder Öle dann von den Händen gewaschen werden.

Wie wäscht Seife?

Die Seife ist also der Vermittler zwischen  fett- und ölhaltigem Dreck und Wasser, indem sie den Dreck an die eine und das Wasser an die andere Hand nimmt.

Spüli, Waschmittel, Duschgel etc. funktionieren übrigens nach einem ähnlichen Prinzip.

Wie wäscht Seife?

Seife und das neuartige Corona-Virus

Ihr habt bestimmt schon oft gehört, dass häufiges Händewaschen mit Seife gegen die Übertragung von Viren und Bakterien hilft. Man fasst sich mit den Händen nämlich häufig ins Gesicht und an die Schleimhäute wie Mund, Nase und Augen, die oft die Eintrittspforten für Krankheitserreger in unseren Körper sind. Da ist es sinnvoll, keine an den Händen zu haben. Durch das Händewaschen werden die Erreger einfach runtergespült. Aber nicht nur das: Das Corona-Virus zum Beispiel hat eine Hülle, die aus Eiweißen und Fetten besteht. Wäscht man sich die Hände, zerstört die Seife diese Hülle. Ohne Hülle ist das Virus harmlos. Aber mindestens 30 Sekunden muss man die Hände einseifen, damit die Seife ihre Wirkung entfalten kann!

Wie wäscht Seife?
Darstellung: