Ersatzstoffe im 1. Weltkrieg

Geschichten vom ersten Weltkrieg

Ersatzstoffe im 1. Weltkrieg

Kann nicht immer original sein: Ersatzstoffe im Ersten Weltkrieg

Gleich nach dem Beginn des Ersten Weltkriegs verhängte Großbritannien eine Seeblockade. Das bedeutete, dass der Handel extrem erschwert wurde und viele Rohstoffe nicht mehr nach Deutschland kamen. Im Alltag mussten die Menschen auf Ersatzstoffe zurückgreifen – für Lebensmittel, Tierfutter, Alltagsgegenstände und vieles andere. Rund 10.000 Ersatzprodukte wurden entwickelt. Die Qualität war oft schlecht.

Baumwolle beispielsweise wurde durch Garne aus Brennnesselfasern oder Papier ersetzt. Daraus konnte man Hosen oder Hemden herstellen und sogar Schuhsohlen. Allerdings waren die Garne nicht so fest wie die aus Baumwolle und rissen schneller. Die Schuhsohlen aus Ersatzstoffen weichten bei schlechtem Wetter auf, deshalb trugen viele Leute Holzschuhe, obwohl sie unbequem waren.

Anstelle von ledernen Treibriemen für Maschinen benutzte man Riemen aus einem Gemisch von Papier und Stoff. Sogar Frauenhaar wurde gesammelt und diente als Dichtungsmaterial, das besonders die U-Boote benötigten.

Stand: 22.07.2015, 12:02

Darstellung: