Sportgeschichte Kickboxen

Fabian Fingerhut (rechts) tritt seinen Gegner.

Sportgeschichte Kickboxen

Kickboxen ist eine relativ junge Sportart. Sie entstand in den 1970er Jahren in den USA. Zu dieser Zeit waren asiatische Kampfsportarten in Amerika sehr beliebt. Es fehlte aber eine Sportart, die es den Kämpfern ermöglichte, ihre Fähigkeiten in einem Wettkampf miteinander zu messen. Das lag unter anderem daran, dass es damals noch keine Schutzausrüstung gab. Kämpfe führten häufig zu schweren Verletzungen und waren für die Sportler sehr gefährlich.

Die Idee, einen Wettkampfsport mit Schutzausrüstungen zu entwickeln, stammt von Bruce Lee, einem der bekanntesten Kung-Fu-Filmhelden. Sein Freund Jhoon Rhee entwarf eine geeignete Schutzausstattung. Die neue Sportart hieß zuerst All-Style-Karate oder Sportkarate und wurde später in Kickboxen umbenannt. Sie ist eine Mischung aus verschiedenen Kampfsportarten, wie Karate, Kung-Fu, Taekwondo oder Muay Thai, mit Elementen aus dem Boxsport.

1974 fand in den USA die erste Kickbox-Weltmeisterschaft statt. Im gleichen Jahr wurde Kickboxen in Deutschland und ganz Europa als Wettkampfdisziplin anerkannt. Als "Vater des europäischen Kickboxens" gilt bis heute der deutsche Kampfsportler Georg F. Brückner. Gemeinsam mit anderen Sportlern gründete er 1977 die WAKO (World Allstyle Karate Organization, heute World Association of Kickboxing Organizations), einen der größten Verbände für Amateur-Kickboxen.

Darstellung: