Insektenlarven beobachten

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Insektenlarven beobachten

Insektenlarven

Im Frühsommer blühen nicht nur alle Pflanzen so richtig auf, auch in der Tierwelt geht es rund – besonders bei den Insekten. Je grüner die Natur, desto mehr Nahrung gibt es für die kleinen Tierchen. Manche von ihnen sind große Verwandlungskünstler - zum Beispiel Marienkäfer. Mit etwas Glück und den richtigen Utensilien könnt ihr beobachten, wie aus einer Larve ein Käfer wird. Und "Wissen macht Ah!" zeigt euch wie es geht!

Man nehme:

  • ein Einmachglas mit Deckel
  • einen Pappstreifen
  • ein Glas Wasser
  • einen runden weißen Karton (ähnlich einem Bierdeckel) mit einem Loch in der Mitte
  • eine Marienkäferlarve
  • einen blattlausbefallenen Pflanzenstängel
Insektenlarven

Die Marienkäferlarve findet ihr im Frühsommer überall dort, wo es Blattläuse gibt. Schaut euch doch einfach mal im Garten oder im nächstgelegenen Park nach einem blattlausbefallenen Pflanzenstängel um. Wer es schön mag, kann natürlich auch eine Blume nehmen, die Blattläuse hat.

Insektenlarven

Den Pflanzenstängel schiebt ihr bis zur Hälfte durch das Loch im Karton und stellt ihn dann in das Glas mit Wasser, so dass der Karton das Glas bedeckt. Achtet darauf, dass das Loch klein genug ist, dass die Läuse nicht ins Wasser fallen können, denn sie werden der kleinen Larve später Nahrung liefern. Die Larve setzt ihr oben auf dem Karton ab – auch sie soll nicht ins Wasser fallen und ertrinken. Dann streift ihr noch ein paar Läuse von den Blättern ab und legt sie neben die Larve.

Insektenlarven

Alles zusammen stellt ihr in das Einmachglas und steckt zwischen Deckel und Glas noch den Pappstreifen, damit genug Luft reinkommt. Und schon kann das Larvenbeobachten losgehen. Die Larve saugt die Läuse aus und ernährt sich von ihnen. Bis aus der Larve eine richtiger Käfer wird, kann es schon einige Zeit dauern. Deswegen müsst ihr immer schön für Nachschub sorgen. Wenn ihr also auf dem weißen Karton nur noch Läusehüllen seht, dann streift einfach ein paar neue Läuse von den Blättern ab und legt sie neben die Larve.

Je nachdem wie alt eure Larve ist, kann es sein, dass sie sich ein paar Mal häutet. Ist sie ausgewachsen, dann klebt sie sich mit ihrem Hinterteil fest und die Puppenruhe beginnt. So nennt man die Zeit, in der eine Insektenlarve keine Nahrung mehr zu sich nimmt und sich in einer Hülle vollkommen zurückzieht. Dort verwandelt sie sich dann zum Marienkäfer, der nach sechs bis neun Tagen herausschlüpft. Ah!
Natürlich solltet ihr den fertigen Marienkäfer, nachdem ihr ihn euch lange genug angesehen habt, bald in die Natur freilassen, damit er andere seiner Art kennen lernt und bald wieder neue Larven und dann Marienkäfer schlüpfen.

Übrigens: Eine Larve ist ein jugendliches, noch nicht fortpflanzungsfähiges Tier, das sich in seiner Gestalt, vor der Verwandlung, wesentlich von dem späteren Insekt unterscheidet. Manche haben sogar eine ganz andere Lebensweise. Die Larven von Stechmücken oder Libellen zum Beispiel leben im Wasser, während das fertige Insekt später an Land lebt. Ah!

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