Warum hält ein Nagel in der Wand?

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Warum hält ein Nagel in der Wand?

Nagel

Ob ein Bild, ein Spiegel oder ein Regal - mit einem Nagel kann man so einiges an einer Wand befestigen. Und nicht nur da erfüllt er einen guten Zweck. Er hält auch Möbelstücke fest zusammen, indem er die einzelnen Teile verbindet und fixiert. Aber wie funktioniert so ein Nagel überhaupt und warum hält er in der Wand?

Nagel

Schauen wir uns dafür einen Nagel mal etwas genauer an. Er hat einen Kopf, eine Spitze und einen langen, schmalen Mittelteil, den man auch Schaft nennt. Will man einen Nagel in einer Wand befestigen, schlägt man mehrmals mit einem Hammer auf seinen Kopf. Dabei stößt die Nagelspitze in die Wand, schiebt etwas Wandgestein zur Seite und macht so Platz für den Schaft. Und wenn dieser dann tief genug in der Wand sitzt, kann man zum Beispiel ein Bild an den Nagelkopf hängen.

Nagel

Damit der Nagel aber überhaupt in die Wand eindringen und später seine Last auch tragen kann, muss man je nach dem was man wo aufhängen möchte, den richtigen Nagel auswählen. Er darf weder zu kurz, noch zu lang, noch zu dick sein. Außerdem muss er härter sein als das Material, in das er geschlagen wird. Und auch das Material selbst ist entscheidend: Es muss verformbar sein, wie etwa Gestein oder Holz. Nur in verformbaren Materialien kann der Nagel ein Loch schaffen, das ihm genau angepasst ist.

Nagel

Allgemein gilt, je dünner die Nagelspitze, desto einfacher dringt sie in das Material. Dabei spielt Kraft eine wichtige Rolle. Beim Schlagen wird durch die Bewegung und das Gewicht des Hammers Kraft auf den Nagel ausgeübt. An der Nagelspitze trifft diese Kraft dann gebündelt auf die Wandfläche und übt Druck auf sie aus. Je kleiner die Spitze, desto stärker ist ihre Druckkraft und umso leichter dringt sie in die Wand ein. Steckt der Nagel dann einmal in der Wand, ändert sich das Druckverhältnis. Dann drückt das verdrängte Material - also das Wandgestein - auf den Nagel und hält ihn so fest. Ah!

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Hier gilt nun, je größer, länger und dicker der Nagel, desto größer ist die Druckkraft des verdrängten Materials. Etwas Schweres sollte man deshalb mit einem großen und dicken Nagel befestigen. Außerdem sollte ein Nagel senkrecht zum Schaft belastet werden. Nur so hält der Druck der Wand dagegen. Wird er längs belastet, rutscht er schon mal leicht heraus.

Nagel

Ein geriffelter Nagel sorgt für noch mehr Halt, vor allem bei Holz, denn da können sich die Nagelrillen zusätzlich mit den Holzfasern verzahnen. Und auch sonst gibt es für jedes Material einen geeigneten Nagel: mit rundem oder eckigem Schaft, mit Senkkopf, Linsenkopf oder Plattkopf, in allen Längen und Dicken.

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