Salz und Pfeffer trennen

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Salz und Pfeffer trennen

Shary und Ralph

Sollte der ungewöhnliche Fall eintreten, dass ihr einmal Salz und Pfeffer voneinander trennen müsst, aber keine Lust habt, mit der Pinzette zu Werke zu gehen, haben wir für euch eine Lösung. Allen anderen zeigen wir hier einfach ein spannendes wissenschaftliches Phänomen, das ihr auch gerne einfach so mal ausprobieren könnt.

Man nehme:

  • Salz
  • gemahlenen Pfeffer
  • Plastiklöffel
  • Stoff
Shary und Ralph

Streut Salz und Pfeffer übereinander, so dass die Körnchen sich vermischen. Jetzt reibt den Plastiklöffel eine Weile kräftig an einem Stück Stoff (z.B. an einer Stoffserviette oder an eurem T-Shirt). Wenn ihr den Löffel jetzt ganz dicht über das Salz-Pfeffer-Häufchen haltet, springen die Pfefferkörnchen an dem Löffel hoch und bleiben daran kleben! Unglaublich! Ihr habt den Pfeffer vom Salz getrennt!

Warum macht der Pfeffer das?

Shary und Ralph

Um das zu verstehen, müssen wir erst einmal ein paar Begriffe klären: Plastiklöffel und Stoff haben nämlich besondere physikalische Eigenschaften, die in diesem Zusammenhang wichtig sind. Von Metall zum Beispiel wissen wir, dass es schnell warm wird, und dass es Strom leiten kann. Metalle nennt man deswegen Leiter. Im Inneren des Metalls - für uns unsichtbar - bewegen sich dabei winzigkleine Elektronen hin- und her. Elektronen sind negativ geladene Teilchen. Es bewegt sich also Ladung in einem Leiter.

Shary und Ralph

Beim Plastiklöffel und beim Stoff funktioniert das nicht. Im Gegensatz zu Metall handelt es sich hierbei um Isolatoren. Isolatoren werden nicht warm und leiten auch keinen Strom. Es bewegen sich keine Elektronen also auch keine Ladung. Das kann sehr nützlich sein: Stromkabel kann man nur deswegen anfassen, weil sie mit nicht leitenden Isolatoren umwickelt sind.

Shary und Ralph

Zurück zu unserem Versuch: Reibt man nun zwei Isolatoren stark aneinander (also Stoff und Plastiklöffel), treten Elektronen vom einen auf den anderen Stoff über. Dabei laden sich die Stoffe auf. Der Stoff, der Elektronen abgibt, ist anschließend positiv geladen. Der Stoff, der Elektronen aufnimmt, ist dann negativ geladen. Das nennt man Reibungselektrizität. Bei Leitern würde das nicht passieren. Bei ihnen würde sich die Ladung immer sofort gleichmäßig verteilen.

Der so aufgeladene Plastiklöffel verhält sich jetzt so ähnlich wie ein Magnet: Er kann andere Stoffe anziehen. Sogar Stoffe, die nicht aufgeladen sind, wie der Pfeffer. Und warum wird der Pfeffer angezogen und nicht das Salz? Das liegt einfach daran, dass die kleinen Pfefferkörnchen leicht genug sind, um an den Löffel hoch zu springen und kleben zu bleiben. Die Salzkörner sind einfach zu schwer.

Shary und Ralph

Dass Isolatoren sich aufladen, hat auch manchmal schmerzhafte Begleiterscheinungen: Tragt ihr Schuhe mit Gummisohlen (Gummi ist auch ein Isolator), kann es passieren, dass sich das Gummi am Teppich auflädt. Diese Ladung entlädt sich dann, wenn ihr etwas Metallisches anfasst, wie eine Türklinke. Dann bekommt ihr einen kleinen Stromschlag: "Aaaaah!"

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