Was ist ein Tennisarm?

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Was ist ein Tennisarm?

Lieber Dr. Mo!

Tennisarm

Als ich neulich wegen der Schmerzen in meinem rechten Ellenbogen bei Ihnen war, sagten Sie, ich hätte einen Tennisarm. Kein Grund zur Sorge, meinten Sie. Aber meinen Arm sollte ich eine Zeit lang schonen! Das habe ich getan, und es geht mir schon viel besser. Jetzt frage ich mich, was eigentlich ein Tennisarm ist und warum gerade ich so etwas hatte - ich spiele doch gar kein Tennis!?

Viele Grüße, Zigor

Lieber Zigor,

Tennisarm

die Bezeichnung Tennisarm ist schon recht alt. Unter Ärzten nennt man diese Erkrankung auch Epicondylitis humeri radialis. Das ist lateinisch: Der Epicondylus humeri bezeichnet den Knochenbereich am Oberarm und die Endung -itis steht für eine Entzündung in diesem Bereich. Früher kam diese Erkrankung vor allem bei Tennisspielern vor, daher der Name.

Tennisarm

Heute erkranken daran zum Beispiel auch Menschen, die viel mit der Computermaus arbeiten. Grundsätzlich kann ein Tennisarm bei allen Tätigkeiten entstehen, bei denen die Hand ununterbrochen mit gebeugtem Ellenbogen kräftig zugreifen muss. Eine solche, sich ständig wiederholende Armbewegung, kann die Strecksehnen im Bereich des Ellenbogens überbelasten. Und das verursacht dann Schmerzen.

Tennisarm

Wenn du dir den menschlichen Unterarm genauer anschaust, siehst du, dass er sich aus zwei Knochen zusammensetzt, der Elle und der Speiche. Über das Ellenbogengelenk lassen sich diese beiden Knochen wie in einem Scharnier beugen und strecken.

Tennisarm

Dafür sorgen zum einem Muskeln auf der Außenseite des Unterarms, mit diesen bewegen wir auch Handgelenk und Finger. Zum anderen sind Sehnen für die Beweglichkeit zuständig. Denn die Muskeln sind über Sehnen mit den Knochen verbunden. Sehnen bestehen aus festem und elastischem Bindegewebe. Sie übertragen die von den Muskeln erzeugte Kraft auf unser Skelett, also auf unsere Knochen.

Tennisarm

Führt man pausenlos mit angewinkeltem Arm ein und denselben Handgriff aus, reiben die angespannten Sehnen immer wieder über den Ellenbogenknochen, wodurch winzige Risse entstehen. Das Sehnengewebe entzündet sich, und der Ellenbogen beginnt zu schmerzen. Ein stechender Schmerz, der sich bis in den Oberarm und in die Hand ausbreiten kann. Und diese Beschwerden bezeichnet man als "Tennisarm". Wenn man seinen erkrankten Arm dann eine ganze Weile schont und einseitige Handbewegungen vermeidet, verheilen die Risse in der Regel wieder, und die Beschwerden nehmen ab.

Kleiner Tipp:

Du kannst einen Tennisarm vermeiden, wenn du zum Beispiel beim Computerspielen öfter eine Pause einlegst und ein paar Dehnübungen machst!

Viele Grüße, Dr. Mo

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