Auf den Putz hauen

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Auf den Putz hauen

Auf den Putz hauen

Wer mal so richtig auf den Putz hauen will, sollte nicht mit den Fäusten gegen die nächste Hauswand trommeln. Auch mit Saubermachen hat das nichts zu tun. Auf den Putz hauen bedeutet „es mal so richtig übertreiben“ oder „auf sich aufmerksam machen“. Aber wo kommt diese Redewendung her?

Auf den Putz hauen

Der Ausdruck „Putz“ leitet sich vom heute nicht mehr gebräuchlichen Verb „butzen“ ab. Ursprünglich bedeutete das so viel wie „sich das Schmutzklümpchen z. B. in der Nase entfernen“. Aus „butzen“ entwickelte sich putzen mit dem Wortsinn „reinigen, verschönern“. Wenn man sein Haus verputzt, verschönert man es auch gleichzeitig. Man konnte allerdings auch sich selbst verschönern. Ungefähr seit dem 17. Jahrhundert bezeichnete man schöne und aufwendige Kopfbedeckungen, Kleider und Schmuckstücke als Putz – mit so etwas konnte man sich herausputzen. Und was hat das mit hauen zu tun?

Auf den Putz hauen

Diese Wendung stammt vom Tournierplatz der Ritter. Damals traten sie in Zweikämpfen gegeneinander an – Mann gegen Mann. Um den Gegner zu beeindrucken zog man sich möglichst prächtig an. Dazu gehörte auch ein Helmschmuck – der so genannte Putz. Ziel des Kampfes war es, dem Gegner diesen Schmuck vom Helm runterzuschlagen. Man haute sich also gegenseitig „auf den Putz“. Und wer das als Erster schaffte ging also als Sieger aus dem Tournier hervor und beeindruckte das Publikum.
Ah!

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