Wann ist man auf dem Holzweg?

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Wann ist man auf dem Holzweg?

Holzweg

Es gibt viele Wege, die man entlanggehen kann. Das gilt nicht nur für richtige Straßen, das gilt auch im übertragenen Sinne für Entscheidungen, die man fällen muss oder überhaupt für Gedankengänge. Man sagt zum Beispiel, man sei den Königsweg gegangen. Das bedeutet, man hat alles goldrichtig gemacht. Der Königsweg ist der schnellste und eleganteste Weg zum Ziel. Man kann sich auch auf einem Umweg befinden. Dann kommt man zwar zum Ziel, geht aber nicht die direkteste sondern eine komplizierte Strecke, die länger dauert und beschwerlicher ist. Und dann gibt es noch den Holzweg. Wer den gewählt hat, kommt gar nicht zum Ziel. Aber was hat das mit Holz zu tun?

Holzweg

Alles was aus Holz ist, gehörte irgendwann einmal zu einem Baum, und Bäume stehen bekanntlich im Wald. Fällt man sie dort, müssen sie zur weiteren Verarbeitung im Sägewerk oder im Handwerksbetrieb aus dem Wald hinaus transportiert werden. So ein Baumstamm ist aber ganz schön schwer!

Holzweg

Schon im Mittelalter entstanden die ersten Holzwege. Es waren die Schneisen, die durch den Abtransport der schweren Bäume entstanden. Manche Holzwege sind sogar noch zusätzlich befestigt worden. So konnte das Holz dann auch mit Pferdefuhrwerken abtransportiert werden.

Holzweg

Durch den Abtransport der Baumstämme entstanden breite und einladende Pfade und Wege, denen man auf den ersten Blick gut folgen konnte. Diese (Holz-)Wege führten aber nirgendwo hin, sie endeten in einer Sackgasse mitten im Wald! Nämlich da, wo man begonnen hatte, das Holz abzutransportieren. In der Fachsprache heißt der Holzweg übrigens nicht Holzweg sondern Rückeweg.
Und genau das meint man auch, wenn man sagt: "Du bist auf dem Holzweg!". Es bedeutet: "Dein Gedankengang ist falsch! Damit kommst du nicht weit!"

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