Herdenimmunität

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Herdenimmunität

Von Herdenimmunität spricht man dann, wenn genug Menschen (oder natürlich auch Tiere) gegen eine bestimmte Krankheit immun sind und sie sich deshalb innerhalb der restlichen „Herde“ nicht mehr verbreiten kann. Auch dann nicht, wenn einige Herdenmitglieder die Krankheit noch gar nicht hatten.

Wenn viele Menschen eine Krankheit bereits hatten, sind sie nicht nur selbst geschützt, sondern geben die Erkrankung auch nicht mehr so leicht an andere weiter. So tritt eine Infektion immer seltener bis irgendwann gar nicht mehr in der Bevölkerung auf. Genau dann spricht man von Herdenimmunität. Sie kann übrigens auch mit einer Impfung erreicht werden. Lassen sich genügend Menschen impfen, zum Beispiel gegen Masern, sind insgesamt alle geschützt, auch diejenigen, die aus bestimmten Gründen nicht geimpft werden können. Um diesen Zustand zu erreichen, muss je nachdem, wie ansteckend der Erreger ist, ein unterschiedlich großer Teil der Bevölkerung immun sein.

Eine Menschenmenge in der Innenstadt.

Je mehr Menschen immun gegen eine Krankheit sind, desto größer ist die Chance, dass sich niemand mehr ansteckt!

Zu Beginn der Corona-Pandemie gingen Expert:innen davon aus, dass in Deutschland 60 bis 70 Prozent der Menschen geimpft sein müssen, um eine Herdenimmunität herzustellen. Da sich die neuen SARS-CoV-2 Varianten leichter übertragen, glauben viele Wissenschaftler:innen mittlerweile, dass der 'Schutz der Herde' erst dann eintritt, wenn 80 bis 85 Prozent der Menschen immun gegen die Erreger sind.

Stand: 12.10.2021, 11:10

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