Judentum

Der Davidstern ist das Symbol des Judentums und auf der Flagge Israels abgebildet | Bildquelle: WDR / laif

Das Judentum ist die älteste Religion der Welt, die nur einen Gott verehrt: Den jüdischen Glauben gibt es schon seit über 3.500 Jahren. Aus dem Judentum hat sich das Christentum entwickelt. Überall auf der Erde leben Anhänger des Judentums. Mit etwa 14,5 Millionen Anhängern ist die jüdische Religionsgemeinschaft aber die kleinste unter den bedeutendsten Religionen der Welt.

Symbole und Bräuche

Die Kippa ist die traditionelle Kopfbedeckung jüdischer Männer. | Bildquelle: dpa - Bildfunk

Ein wichtiges Symbol des Judentums ist der Davidstern. Er ist benannt nach dem jüdischen König David, der ungefähr 1.000 v. Chr. lebte. Die heilige Schrift der Juden ist der Tanach. In ihm stehen zum Beispiel die fünf Bücher Mose, die die Juden die Thora nennen und die sich auch im Alten Testament der christlichen Bibel finden lassen. Das Gotteshaus der Juden heißt Synagoge. Viele jüdische Männer tragen eine Kippa auf dem Hinterkopf. Das ist ein kleines Käppchen, mit dem sie ihren Respekt vor Gott ausdrücken und sich daran erinnern wollen, dass sich Gott über den Menschen befindet. Für Juden ist der Samstag der wichtigste Tag der Woche. Er heißt 'Sabbat' – das bedeutet 'Ruhetag'. Am Sabbat dürfen Juden nicht arbeiten. Selbst Kochen oder Autofahren ist verboten. Juden müssen immer darauf achten, dass ihr Essen 'koscher' ist. Dieses Wort ist hebräisch und bedeutet 'rein'. Juden essen zum Beispiel kein Schweinefleisch, und sie dürfen Fleisch nicht zusammen mit Milchprodukten, also etwa Butter oder Sahne, zubereiten. Das ist im Tanach so festgelegt.

Judenverfolgung

Während des Holocaust wurden Millionen von Juden in Lagern eingesperrt | Bildquelle: AKG

Lange Zeit sind Juden in Europa verfolgt und vertrieben worden. Diesen Hass gegen Juden nennt man 'Antisemitismus'. Besonders schlimm war der Antisemitismus in Deutschland in der Zeit des Nationalsozialismus. Zwischen 1933 und 1945 wurden Millionen von Juden verfolgt und getötet. Diese Zeit der großen Judenverfolgung in Deutschland unter dem Diktator Adolf Hitler nennt man auch Holocaust. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1948 der Staat Israel gegründet, in dem sehr viele Juden leben – genau so viele leben aber auch in den USA. In Deutschland leben nur etwa 95.000 Juden.