Mutation (Virologie)

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Mutation (Virologie)

Wissenschaftler:in untersucht DNA-Gel.

Um eine Mutation zu erkennen, müssen Wissenschaftler:innen sich genau die DNA eines Virus anschauen.

Ein Virus wie hat wie jede einzelne Zelle eines Lebewesens eine bestimmte DNA – einen genetischen Code. Dieser bestimmt, aus welchen Einzelteilen es wie aufgebaut ist. Auch das neuartige Coronavirus verfügt über einen ganz eigenen Bauplan, den Wissenschaftler:innen erforscht haben. Zu wissen, wie das Virus aufgebaut ist, hilft ihnen nämlich dabei, Impfstoffe und Medikamente zu entwickeln.

Von einer Mutation eines Virus spricht man, wenn sich dieser Bauplan ändert. Der Begriff Mutation stammt aus dem Lateinischen und bedeutet 'sich ändern/ sich verwandeln'. Das ist erst einmal ein ganz normaler Vorgang, denn wie Lebewesen kämpft auch ein Virus um sein Überleben und passt sich daher ständig veränderten Bedingungen an. So war es zu Beginn der Pandemie auch beim neuartigen Coronavirus, das zunächst nur Tiere als Wirte befallen konnte. Erst durch eine Mutation konnte es vom Tier auf den Menschen überspringen und hat sich dann schnell verbreitet.

Wird ein Virus durch eine Mutation gefährlicher oder ansteckender?

Mutationen verändern nicht automatisch die Eigenschaften eines Virus. Wenn ein Virus mutiert, bedeutet das also nicht unbedingt, dass es gefährlicher für den Menschen wird. Ein Virus hat wenig davon, tödlicher zu sein, weil es sich dann weniger gut verbreiten kann. Es ist auf einen lebendigen Wirt angewiesen. Viel mehr hat es davon, sich schneller zu verbreiten – also ansteckender zu sein.

Mittlerweile existieren einige Varianten des neuartigen Coronavirus, die zunächst nach den Ländern benannt waren, in denen sie zuerst nachgewiesen wurden, zum Beispiel 'britische' oder 'südafrikanische Variante'. Um Diskriminierungen zu vermeiden, werden die Varianten seit Mai 2021 nach dem griechischen Alphabet in der Reihenfolge ihres ersten Nachweises betitelt.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO listet momentan vier Varianten: Alpha, Beta, Gamma und Delta. Als sicher gilt, dass sie ansteckender als das ursprüngliche Virus sind. Ob sie auch gefährlicher - also tödlicher - sind, ist bislang nicht erwiesen. Wie gut die bislang zugelassenen Corona-Impfungen auch gegen Infektionen mit den Corona-Mutationen schützen, wird noch erforscht. Eine gute Nachricht gibt es aber: Wissenschaftler:innen haben nachgewiesen, dass die Impfungen auch bei den Varianten vor schweren Krankheitsverläufen und Todesfällen schützen können.

Stand: 14.10.2021, 10:18

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