Gewölle untersuchen

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Gewölle untersuchen

Gewölle

Manchmal kann man unter Sitzstangen für Greifvögel Gewölle finden. Das sind kleine Klumpen – auch Speiballen genannt – die von Greifvögeln hochgewürgt werden. Klingt fies, ist aber ziemlich spannend! Wenn Greifvögel, wie zum Beispiel Eulen, Mäuse fressen, schlucken sie alle Teile der Maus runter. Auch die Knochen und das Fell. Die weichen Teile werden verdaut. Alles Harte wird hochgewürgt. Das ist dann das Gewölle. Wir zeigen euch hier, wie man Gewölle genauer untersuchen und vielleicht kleine Knochen, Zähne oder sogar Schädel einer Maus darin finden kann.

Zunächst müsst ihr im Wald oder eben unter solchen Sitzstangen auf die Suche nach Gewöllen gehen. Um sicher zu gehen, dass ihr da auch wirklich Gewölle gefunden habt und keinen Kot, gibt es ein paar Merkmale: Gewölle riechen nur schwach und man findet oft mehrere davon an einer Stelle. Sie sind rundlich und auch an den Enden abgerundet – im Gegensatz zu Kot. Kot riecht meist stärker, er ist eher fest und läuft spitz zu. Habt ihr ein solches Gewölle gefunden, geht es hier weiter:

Gewölle

Man nehme:

  • ein leeres Marmeladenglas mit Deckel
  • Spülmittel
  • Wasser
  • Sieb
  • Pinzette
  • Lupe

Füllt das Marmeladenglas bis zur Hälfte mit Wasser und gebt einen Tropfen Spülmittel dazu. Da hinein legt ihr das Gewölle. Deckel drauf und jetzt kräftig eine halbe Minute lang schütteln. Dann lasst ihr das Ganze fünf Minuten lang stehen. Dann noch mal kurz durchschütteln. Ist das Gewölle in seine Einzelteile zerfallen, gießt es durch ein Sieb. Jetzt könnt ihr alles untersuchen.

Gewölle

Dazu könnt ihr euch eine Pinzette und gegebenenfalls eine Lupe nehmen. Mit ein bisschen Glück könnt ihr interessante Dinge finden: Neben den schon erwähnten Knochen etc. von Mäusen könntet ihr auch Reste von Insekten finden (ihr Chitin-Panzer ist unverdaulich). Ihr könnt Haare, Krallen oder auch Pflanzenteile entdecken und ziemlich genau feststellen, was der Greifvogel gefressen hat.

Gewölle
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