Warum heißt es Flohmarkt?

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Warum heißt es Flohmarkt?

Flohmarkt

Gemütlich bummeln und in alten Sachen kramen - dafür eignet sich ein Flohmarkt geradezu perfekt! Der Flohmarkt ist nämlich ein Markt für den Handel mit gebrauchten Waren jeder Art, die man auch Trödel nennt: alte Möbelstücke, Bücher, Briefmarken, Kleidung, Spielzeug - auf einem Flohmarkt gibt es alles! Aber Flöhe? Die gibt es dort nicht zu kaufen. Warum heißt es also Flohmarkt?

Floh

Das Wort Flohmarkt kommt aus dem Französischen "marché aux puces", was soviel bedeutet wie "Markt mit Flöhen". Denn puce heißt übersetzt Floh. Nur, wo befinden sich die Flöhe auf einem solchen Markt? Um das zu verstehen, blicken wir in das Paris des 18. Jahrhunderts zurück und stöbern in den Anfängen des Flohmarkts. Aus dieser Zeit gibt es zwei Erklärungen, auf die der Begriff Flohmarkt zurückgehen soll. Damals gab es in Paris sehr viele arme Menschen, die sich neue Dinge und Kleidung nicht leisten konnten. Deshalb organisierten sie Märkte, auf denen nur gebrauchte Sachen zum Verkauf angeboten wurden. Und da kommt unser Floh ins Spiel.

Flohmarkt

Die erste Erklärung steckt in gebrauchter Kleidung. Da die Menschen damals noch keine Waschmaschinen besaßen und man nicht so gut waschen konnte wie heute, war die Kleidung oft noch ein wenig schmutzig. Und so ließ sich schon mal der ein oder andere Floh darin nieder. Kaufte sich jemand ein gebrauchtes Kleidungsstück, so kaufte er unfreiwillig auch den Floh mit und musste sich fortan mit ihm herumplagen.

Flohmarkt

Das konnte ganz schön unbequem werden, denn so ein Floh beißt den Menschen und saugt sein Blut. Das juckt fürchterlich! Und weil Flöhe so winzig und für das menschliche Auge kaum sichtbar sind, können sie es sich gut in Kleiderfalten gemütlich machen, ohne dass man sie so leicht entdeckt. Zu jener Zeit gab es auch noch nicht so viele Mittel gegen Ungeziefer. Deshalb wurde man die Plagegeister damals auch so schnell nicht wieder los!

Flohmarkt

Aber nicht nur in schmutziger Kleidung verkrochen sich Flöhe gerne, sondern auch auf den Menschen selbst. Und genau dort verbirgt sich die zweite Erklärung, denn nicht nur ihre Kleidung, sondern auch die Menschen selbst waren oft schmutzig. So ein Markt, war für Flöhe deshalb die perfekte Gelegenheit den Besitzer zu wechseln - Flöhe können nämlich bis zu einem Meter weit springen. Bei Verkaufsgesprächen kam es so des Öfteren vor, dass ein Floh von einem Menschen auf den anderen sprang. Selbst wenn man auf dem Markt nichts kaufte, man nahm garantiert einen Floh mit nach Hause. Ah!

Poesiealbum

Aus diesem Grund nannte man solche Märkte in Paris schon bald "marché aux puces" und im Deutschen wurde daraus "Flohmarkt". So nennt man ihn noch heute. Aber keine Sorge - heute ist natürlich alles viel sauberer als damals, und Flöhe gibt es dort eigentlich auch nicht mehr. Oder etwa doch…?

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