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Der schwebende Tisch

Es gibt Konstruktionen, die erscheinen auf den ersten Blick unmöglich, nämlich so, als könnten sie gar nicht zusammenhalten. Eine dieser Konstruktionen ist der schwebende Tisch. Ein verblüffender Anblick! Mit einfachen Mitteln könnt ihr ihn nachbauen.

Der schwebende Tisch

Man nehme:

  • Pappe / Verpackungskartons
  • einen Ausdruck unserer pdf-Datei
  • Schere
  • Nagel
  • Kleber, am besten Heißkleber
  • Reißfestes Garn, gerne zwei unterschiedliche Farben

So funktioniert's

Klickt euch durch die Anleitung

Der schwebende Tisch

Als erstes druckt ihr euch unsere pdf-Datei aus und schneidet entlang der Linie die eckige U-Form aus. Nutzt die U-Form dann als Schablone und schneidet sie insgesamt drei Mal aus dem Karton aus. Jetzt habt ihr drei U-Formen aus Karton. Zwei der U-Formen lasst ihr, wie sie sind, die dritte teilt ihr entlang der gestrichelten Linie (die sieht man auf dem Ausdruck)  noch mal in zwei L-Formen. Ihr habt jetzt zwei U-Formen und zwei L-Formen.

Als erstes druckt ihr euch unsere pdf-Datei aus und schneidet entlang der Linie die eckige U-Form aus. Nutzt die U-Form dann als Schablone und schneidet sie insgesamt drei Mal aus dem Karton aus. Jetzt habt ihr drei U-Formen aus Karton. Zwei der U-Formen lasst ihr, wie sie sind, die dritte teilt ihr entlang der gestrichelten Linie (die sieht man auf dem Ausdruck)  noch mal in zwei L-Formen. Ihr habt jetzt zwei U-Formen und zwei L-Formen.

Klebt nun jeweils das Ende des langen Teils einer L-Form mittig entlang der gestrichelten Linie aufrecht auf den unteren „Bogen“ der U-Form, so dass alle offenen Enden in einer Richtung zeigen (siehe Abbildung auf dem Ausdruck). Falls das Ganze zu instabil ist, könnt ihr das „L“ jeweils rechts und links unten mit mehr Pappe verstärken.

Jetzt löchert ihr die Formen mit dem Nagel. Die eine Seite bekommt Löcher an den beiden Unterkanten des „U“s, die andere Form je an den Enden des „U“s. Ebenso löchert ihr die beiden „L“s jeweils an der Spitze der kurzen Seite (siehe Abbildung auf dem Ausdruck).

Nun nehmt ihr euch das Garn und fädelt es einmal durch die beiden Löcher an der Unterseite des „U“s und einmal durch die beiden Löcher an der Oberseite des „U“s. Die beiden Garnstücke müssen gleich lang sein und zwar so, dass die beiden Formen nicht aufeinanderliegen, sondern dass noch Luft zwischen ihnen ist. Verknotet die Enden so, dass sie nicht mehr aus den Löchern rutschen können.

Zuletzt knotet ihr noch die jeweiligen Enden des „L“s mit dem andersfarbigen Garn aneinander, so dass auch hier das Garn die genaue Länge des Abstands zwischen den beiden Formen hat. Und jetzt steht der Tisch – oder schwebt er?

Wie funktioniert das?

Dass dieser Tisch stabil ist, hat er der Zugspannung zu verdanken, die durch die Schnüre gehalten wird. Denn das ist es, was Schnüre gut können: Zugspannung aushalten. Der Fachbegriff, warum Konstruktionen dieser Art halten, ist Tensegrität oder auf Englisch Tensegrity. Dieses Wort besteht aus zwei Bestandteilen. Der eine ist Tension – das ist das Englische Wort für (Zug)Spannung. Der andere ist Integrity – das ist das englische Wort für Stabilität. Die drei Schnüre sind so miteinander kombiniert, dass die Zugspannung, unter der sie dann stehen, alles stabil zusammenhält.

Der schwebende Tisch

Der amerikanische Architekt Buckminster Fuller, der das „Biosphère“ in Montreal in Kanada gebaut hat, dessen Prinzip ihr vielleicht schon mal mit unserer Bauanleitung zur „geodätischen Kuppel“ nachgebaut habt, hat den Begriff Tensegrity geprägt und sich mit Konstruktionen dieser Art beschäftigt. Außer ihm hat das Prinzip der Tensegriy auch noch der amerikanische Künstler Kenneth Snelson in seinen Werken angewendet.

Der schwebende Tisch
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