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Cyberangriffe

Netzwerkkabel steckt in einer Weltkugel.

Über das Internet sind Computer weltweit vernetzt

Das Internet verbindet unzählige Computer auf der ganzen Welt. Das ist ziemlich praktisch, denn so können Menschen ganz leicht Informationen austauschen – und zwar über große Entfernungen hinweg. Allerdings hat dieses gigantische Netzwerk auch einen Nachteil: Kriminelle können es dazu nutzen um in fremde Computer einzubrechen, zum Beispiel um sie lahmzulegen oder um Daten zu stehlen. Solche Attacken werden auch als Cyberangriffe bezeichnet.

Unterschiedliche Ziele

Bei privaten Computern haben es die Angreifer oft auf Passwörter abgesehen, mit denen sie dann Zugriff auf Bankkonten haben. So können sie unbemerkt Geld abheben, das ihnen gar nicht gehört. Andere Kriminelle dringen in Netzwerke von Unternehmen ein und stehlen, löschen oder verändern dort geschützte Daten. Cyberangriffe können sich aber nicht nur gegen einzelne Personen und Unternehmen richten, sondern auch gegen ganze Städte oder Länder.

Computerbildschirm mit Quellcodes.

Das Werkzeug der Cyberangreifer sind Schadprogramme, die sie in Computer einschleusen

Denn vieles in unserem Alltag ist computergesteuert, wie Ampeln, Züge oder Stromnetze. Gelingt es Cyberangreifern die Kontrolle darüber zu übernehmen, können sie großes Chaos verursachen – zum Beispiel indem sie den Strom komplett abschalten. Einer der bisher größten Cyberangriffe wurde im Jahr 2010 bekannt. Damals verbreiteten Angreifer ein Schadprogramm namens Stuxnet, das Industrieanlagen stören und lahmlegen sollte. Hauptziel war der Iran, wo Stuxnet rund 30.000 Computer befallen haben soll.

Viele Firmen und Länder schützen sich

Blick auf Schreibtisch mit vielen Kabeln, Laptops, Computerzubehör.

Viele Hacker helfen Unternehmen, Sicherheitslücken zu finden

Um sich gegen Angreifer aus dem Internet zu wappnen, haben viele Unternehmen und Länder sogenannte Computer-Notfallteams zusammengestellt. Experten nennen sie auch CERTs (Computer Emergency Response Teams). Diese Notfallteams bestehen aus verschiedenen Computerfachleuten, die ihre Netzwerke jeweils genau überwachen. Sie kontrollieren, ob es Sicherheitslücken gibt, ob neuartige Viren verbreitet werden oder ob ihre Netze gerade aus dem Internet attackiert werden. Fällt den Fachleuten etwas auf, geben sie das sofort an die anderen Notfallteams weiter. So warnen sich die Fachleute gegenseitig vor neuen Gefahren und können wichtige Einrichtungen besser schützen, zum Beispiel Kraftwerke, in denen Strom erzeugt wird.

Hacker als Bösewichte?

Oft heißt es, dass sogenannte Hacker hinter Cyberangriffen stecken. So entsteht der Eindruck, dass Hacker grundsätzlich Schaden anrichten wollen. Das stimmt aber nicht. Hacker ist ein Überbegriff für Leute, die sich mit Technik und Computern gut auskennen. Einige von ihnen haben sich darauf spezialisiert, Sicherheitslücken in Computersystemen ausfindig zu machen. Diese Hacker suchen meistens einfach die Herausforderung.

Ein Mann sitzt an einem Notebook, sein Gesicht wird vom Bildschirm beleuchtet.

Nicht jeder Hacker ist ein Ganove, manche suchen auch schlicht die technische Herausforderung

Sie dringen zum Spaß in Computersysteme ein, um ihre Funktionsweise besser zu verstehen. Das ist ein bisschen wie Rätsel lösen und kein Problem, solange die Hacker eine Erlaubnis dafür haben. Manche Unternehmen beauftragen Hacker, sich in ihre Netze zu hacken und Sicherheitslücken aufzudecken. Ohne Erlaubnis sind solche Schnüffeleien aber streng verboten - auch wenn der Hacker keinen direkten Schaden anrichtet.

Stand: 11.02.2015, 14:50 Uhr

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