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Islamismus

Vier irakische Frauen im traditionellen Schador, dazwischen eine mit Kopftuch.

Islamisten verlangen, dass Männer und Frauen getrennt voneinander leben

Weltweit gibt es über zwei Milliarden Muslime - so nennt man die Anhänger des Islam. Damit ist der Islam nach dem Christentum die zweitgrößte Religion der Welt. Obwohl der Islam seine Anhänger dazu auffordert, mit anderen Religionen friedlich zusammen zu leben, denken einige Muslime, dass ihr Glaube der einzig richtige auf der Welt ist und sich alle an seine Regeln halten sollten. Sie fordern, dass die Gesetze des Islam genau so befolgt werden, wie sie im Heiligen Buch, dem Koran, aufgeschrieben sind. Dazu soll in jedem muslimischen Land ein islamischer Gottesstaat errichtet werden. Das bedeutet, dass religiöse Führer die Macht übernehmen und die islamische Gesetzgebung, die so genannte "Scharia", für alle Bewohner des Landes gilt. Die Regeln der "Scharia" sind sehr streng. Wer die Gesetze nicht einhält, dem drohen harte Strafen: Dieben soll beispielsweise die Hand abgehackt werden. Muslime, die so denken, nennt man islamische Fundamentalisten oder Islamisten.

Wichtig ist: Die Ideen des Islamismus werden nicht von der Mehrheit der Muslime vertreten. Viele Muslime wehren sich dagegen, dass Islamisten sich auf den Islam berufen, um Gewalt und Terror zu rechtfertigen.

Islamismus und Meinungsfreiheit schließen sich aus

Der Führer der Al-Quaida, Osama Bin Laden, während einer Pressekonferenz.

Der Terrorist Osama bin Laden war der Gründer der islamistischen Al-Qaida-Organisation

Islamisten sind Gegner der Demokratie. Sie halten ihre religiösen Ansichten für die einzig richtigen. Wer sie anzweifelt oder kritisiert, wird als "Ungläubiger" und Feind betrachtet. Länder, in denen die Regeln des Islam nicht gelten, sind von Islamisten nicht erwünscht. Einige Islamisten sind bereit, Gewalt anzuwenden. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts war die arabische Terror-Organisation Al-Qaida die bekannteste gewaltbereite islamistische Gruppe. Sie ist unter anderem für die Terror-Anschläge vom 11. September 2001 verantwortlich, bei denen in den USA mehr als 3000 Menschen getötet wurden. Ihr Anführer, Osama bin Laden, war fast zehn Jahre lang der meistgesuchte Terrorist der Welt. Am 1. Mai 2011 wurde er von amerikanischen Soldaten in Pakistan erschossen.

Neben Al-Qaida gelten heute auch der sogenannte Islamische Staat, Boko Haram und die Taliban als einflussreiche Organisationen des islamistischen Terrorismus, die weltweit Anschläge verüben.

Stand: 24.11.2023, 12:34 Uhr

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