Der, die, das - Wie gerecht ist unsere Sprache?

Der, die, das - Wie gerecht ist unsere Sprache?

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Radfahrer - Radfahrer und Radfahrerinnen - Radfahrer*innen – Radfahrer_innen? Wie bezeichnet man eine Gruppe von Männern und Frauen auf Fahrrädern? Über solche Fragen wird in Deutschland gerade viel gestritten. Der Vorwurf: In vielen Situationen im Alltag werden in der deutschen Sprache genaugenommen nur Männer angesprochen, auch wenn Menschen unterschiedlicher Geschlechter gemeint sind.

Reporterin Mona möchte herausfinden warum das so ist, und ob diese Regel unsere Sprache ungerecht macht. Dafür geht sie mit einer Düsseldorfer Schulklasse auf die Jagd nach Beispielen im Alltag und trifft die Journalistin Hannah Lühmann, die ein Buch über genau dieses Thema geschrieben hat. Was es mit dem Binnen-I, dem Gendergap und Sternchen auf sich hat? Und ob solche Lösungen die deutsche Sprache wirklich gerechter machen können? All das und mehr erfährst du in dieser Folge von neuneinhalb.

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21 Kommentare

  • 21 Kati 12.07.2019, 17:53 Uhr

    Hi, also mir ist das Tema nicht so wichtig. Um das Tema ab zu schlissen könnte man zum Beispiel schreiben, Radfahra. Das er durch ein a ersetzen. Dann wäre es nicht weiblich und auch nicht männlich.

  • 20 Lotti 10.07.2019, 11:21 Uhr

    Super wichtige Sendung! Toll gemacht. Erwachsene Männer und Frauen scheinen mit dem Gendern mehr Probleme zu haben als Kinder.

  • 19 Ibrahim 07.07.2019, 09:25 Uhr

    Hallo... Ich finde das ganze Text-Gendering einfach nur furchtbar! Da scheint jemand wohl gedacht haben, 'ne super Idee gehabt zu haben. Leider hat die Person (generesches Femininum!) nicht bis zu Ende gedacht. Für unser großes THW-Jugendevent habe ich einen rund 400 Seiten dicken Ordner bekommen, der "durchgegendert" wurde und es ist ein absoluter Graus beim Lesen! Jeder Leser und jede Leserin ;o) sollte einen Text, der über mehrere Seite Länge hat einmal laut vorlesen und es wird jedem ziemlich schnell klar werden, dass dieses Durchgendern ebenfalls zu Ergebnissen führt, die ja so bestimmt nicht gewollt waren. aus Leser_innen wird Leserinnen, aus Radfahrer_innen wird Radfahrerinnen Hoppla, da fühl ich mich als Mann aber übergangen! ;o) Ursprünglich ist das für Formulare eingeführt worden.Da ist das auch okay. In der normalen Sprache hat das nichts verloren. Wir sollten unsere Sprache nicht künstlich unlesbar machen. Weg damit aus unserem Alltag!

  • 18 Jendrik Jongebloed 07.07.2019, 09:18 Uhr

    Alle die angesprochen werden sind Menschen. Unter Menschen versteht man alle Geschlechter. Es heißt allerdings "Der" Mensch, daher ist es nachvollziehbar, dass mit der Astronaut und der Arzt grundsätzlich ein Mensch gemeint ist, ohne geschlechtliche Vorgabe. Ob es sich nun um Astronauten oder Austronautinnen handelt, ist etwas, das in unseren Köpfen geschieht und mit unserer Erziehung und Erfahrungen zu tun hat. Oder wollen wir jetzt auch Menschen, Menschinnen und oder Mensch*in schreiben -sprechen? Damit spalten wir doch eher als das wir sozial handeln. Eine ewige Diskussion - und das ist auch gut so!

  • 17 Erika Gahr 07.07.2019, 09:10 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er beleidigend ist. (die Redaktion)

  • 16 Nina 07.07.2019, 09:04 Uhr

    Hi, ich habe mir gerade eure Sendung zum Thema "Sprache" angesehen. Da stellt sich mir die Frage, warum werden denn, wenn man Männer und Frauen anspricht, immer die Männer zuerst genannt? Z.B. Ärzte und Ärztinnen LG Nina

  • 15 Anonym 06.07.2019, 18:50 Uhr

    Ich fand die Sendung sehr interessant. Ich habe noch ein paar Anmerkungen: Es wäre auch gut, wenn Ihr jemanden getroffen hättet, der/die gegen die Änderung der Sprache ist. Außerdem stimme ich mit der Autorin und Jornalistin nicht ganz überein: Auch den Namen Eurer Sendung könnte man ändern. Auch bei Schulbüchern finde ich es wichtig. Nur weil man weiß, dass sowohl Schüler als auch Schülerinnen in die Schule gehen MÜSSEN, heißt es nicht, dass man das nicht so ausdrücken muss.

  • 14 Greta 06.07.2019, 15:07 Uhr

    Super Sendung! Total spannend und wichtiges Thema mit der Sprache.

  • 13 Annette Frey 06.07.2019, 13:49 Uhr

    Ich muss vorab sagen, dass ich schon ein bisschen älter bin - ich war aber auch mal jung und kann mich gut daran erinnern, wie ich in den 80er Jahren immer feministischer wurde. Damals war es für mich selbstverständlich, das große I einzufügen - z.Bsp. KundInnen - das empfinde ich bis heute als die beste Lösung. In den letzten Jahren hatte ich immer wieder das Gefühl, dass die Entwicklung eher rückwärts geht. Es freut mich zu sehen, dass auch jüngere Mädchen wieder ein Gefühl für die Geschlechterungerechtigkeit in unserer Sprache entwickeln. Vor kurzem habe ich eine Stellenanzeige gesehen, die mich sehr gefreut hat. Dort stand nämlich vor dem mittlerweile üblichen "m, w, d" die weibliche Form, nämlich "Med. Fachangestellte" - das fand ich total klasse!!! Vielleicht sollte man (bzw. "frau") sich angewöhnen, nicht mehr beide Geschlechter in der Sprache zu gebrauchen, sondern nur die weibliche Form. Dann würden auch Männer, die die Diskussion lächerlich finden, verstehen, was abgeht.

  • 12 Erna Holendung 06.07.2019, 09:00 Uhr

    Liebes neun1/2-Team, ich habe gerade noch einen Teil eurer Sendung gesehen. Meine Meinung dazu ist ganz einfach - es sollte so bleiben, denn wenn es heißt "Ärzte, Lehrer, Beamten usw. bedeutet das doch die Mehrzahl dieser Personen und das erkennt mann doch genau daran. Ich glaube das wird jetzt durch die diverse Sendungen usw. erst in Frage gestellt. Man sollte diese Personen eigentlich nur bestärken, dass sie sich nicht diskriminiert fühlen sollen - jeder sollte darüber stehen - das nenne ich Emanzipation. Denn meiner Meinung nach gibt es keine "Frauen-/Männer- Emanzipation" Emanzipation ist doch für alle gleich - es bedeutet doch: "befreit von Vorurteilen - Beschränkung.... bzw. souverän sein..... Ich glaube, dass es mehr Chaos gibt, als jetzt vielleicht angenommen. Mit freundlichen Grüßen Erna Holendung

  • 11 Ulf 06.07.2019, 08:59 Uhr

    Hallo, ich finde die Gender-Diskussion einfach nur albern. Das ist unsere deutsche Sprache. Und die sollten wir einfach mal so akzeptieren, wie sie ist. Früher gab es z.B. in Stellenausschreibungen den Zusatz "(m/w)". Das erklärt in dem Fall die Sache doch eindeutig, wer gesucht wird. Wenn man für alle Ansprachen / Nennungen Arzt und Ärztinnen oder Radfahrer und Radfahrerinnen sagen muss, macht das das die deutsche Sprache nur noch schwerfälliger und umständlicher. Die Engländer vereinfachen das "der/die/das" mit "the" und das "er/sie/Sie" mit "you". Welchem nicht Deutschen, der bei seinem Besuch in Deutschland auch gern Deutsch sprechen möchte, will man zusätzlich noch beibringen, dass bei "Arzt und Ärztinnen" aus dem "A" noch ein "Ä" zu machen ist, was er wahrscheinlich, wenn Er oder Sie z.B. Engländer ist, sowieso nicht kennt (das Ä). Wenn sich die Welt der Damen durch die deutsche Sprache derart unterbelichtet fühlt, hätte ich als Mann nichts dagegen, wenn alles weiblich wird.

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