Gangarten

Eine Gruppe Reiter auf Pferden

Schritt, Trab und Galopp. Das sind die klassischen so genannten Gangarten, die so ziemlich jedes Pferd beherrscht. Dabei unterscheidet sich – neben der Geschwindigkeit des Pferdes – vor allem, wie die Füße aufgesetzt werden.

Schritt

Eine Gruppe Reiter auf Pferden

Beim Schritt, der langsamsten Pferde-Gangart, sind immer gleichzeitig drei Beine am Boden und eins in der Luft. Und das wechselt immer nacheinander. Das gibt einen sicheren Halt. Also, links hinten in der Luft, alle anderen am Boden. Links vorne in der Luft, alle anderen am Boden. Rechts hinten in der Luft, alle anderen am Boden und rechts vorne in der Luft und alle anderen am Boden. Dann geht’s wieder von vorne los!

Trab

Eine Gruppe Reiter auf Pferden im Trab

Beim Trab sieht es schon anders aus. Hier setzt das Pferd zwei Beine diagonal gleichzeitig auf, während die beiden anderen in der Luft sind. Also z. B. links hinten und rechts vorne berühren den Boden, rechts hinten und links vorne sind in der Luft, dann kommt der Wechsel und rechts hinten und links vorne berühren den Boden und links hinten und rechts vorne sind in der Luft. Und bei diesem Übergang gibt es einen Moment, bei dem das Pferd mit allen Beinen in der Luft schwebt. Im Trab können sich Pferd und Reiter schon viel schneller fortbewegen.

Galopp

Eine Gruppe Reiter auf Pferden im Galopp

Wenn es ganz schnell gehen soll, wechselt das Pferd in den Galopp. Hier hebt das Pferd erst das linke Hinterbein, dann gleichzeitig die Beine links vorne und rechts hinten und zum Schluss rechts vorne. Dann geht es wieder hinten links weiter. Auch hier befindet sich das Pferd für eine kurze Zeit mit allen vier Beinen in der Luft.

Tölt

Eine Herde Pferde auf der Wiese

Einige Pferde beherrschen auch noch andere Gangarten wie zum Beispiel den Tölt. Der Tölt ist eine Gangart, die vor allem bei Islandpferden zu beobachten ist. Dabei kann es auch ganz schön schnell zugehen, aber was beim Tölt anders ist als beim Trab oder Galopp: es gibt keine Schwebephase! Das Pferd hat immer mindestens ein Bein am Boden. Es sieht so aus, als würde es ganz schnell gehen oder besser laufen. Für den Reiter ist diese Gangart ziemlich angenehm. Der Rücken des Pferdes bewegt sich beim Tölt nämlich kaum, so dass man bequem sitzt und trotzdem schnell vom Fleck kommt. Ob ein Pferd tölten kann oder nicht, hängt von seinen Genen ab. Diese Gangart ist nämlich vererbbar – beibringen kann man sie einem Pferd nicht.

Stand: 07.06.2017, 11:41 Uhr

Darstellung: