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Überfischung

Rotbarsch im Netz.

Überfischt: Der Rotbarsch ist sehr beliebt aber leider auch sehr gefährdet

Die weltweite Überfischung ist eine Bedrohung für die Meere und die Lebewesen, die in ihnen zu Hause sind. Denn Überfischung bedeutet, dass mehr Fische gefangen werden, als nachwachsen können. Und das heißt, dass zum einen für uns Menschen das wichtige Nahrungsmittel Fisch immer knapper wird. Aber auch für andere Fische oder Meeressäugetiere, wie Seehunde oder Wale, bleibt nicht genug Nahrung übrig - und das bringt den Lebensraum Meer aus dem Gleichgewicht. Über 35 Prozent der Arten, die kommerziell gefischt werden, gelten heute als überfischt – einige davon sind sogar vom Aussterben bedroht, wie zum Beispiel der Rote Thunfisch im Mittelmeer oder der Europäische Aal. Weitere knapp 60 Prozent der Arten werden bis an die Grenzen des Möglichen gefischt und sind damit stark gefährdet.

Wie kommt es zur Überfischung?

Fischtrawler stehen nebeneinander im Hafen.

Riesig und stark: Die Schiffe, die heute zum Fischfang aufs Meer fahren, sind oft schwimmende Fabriken

Fischerei-Konzerne fahren mit immer größeren und leistungsstärkeren Schiffen auf See, mit denen sie mehr Fische fangen und verarbeiten können, als notwendig und gut ist. Sie werfen riesige Netze aus, denen kein Fisch entkommen kann – auch die, die gar nicht gefangen werden sollen. Einige Netze - sogenannte Grundschleppnetze - reichen sogar bis zum Meeresgrund und wühlen den Boden auf. Dadurch schädigen sie Korallenriffe und Pflanzen und reißen unzählige Muscheln, Krebse oder Jungfische mit sich – die niemand essen möchte. Über die Hälfte der Tiere, die in solchen Netzen aus dem Meer gefischt werden, sind sogenannter "Beifang", mit dem die Fischer nichts anfangen können. Die meisten Tiere überleben diese Tortur allerdings nicht und werden tot ins Meer zurück geworfen.

Welchen Fisch kann man noch essen?

Fischernetz voller Krebse und Fische.

Beifang: Die Krebse und Seesterne werden wieder zurück ins Meer geworfen - die meisten überleben das nicht

Es gibt aber auch Fischer, die mit schonenden Methoden Fische fangen. Verschiedene Gütesiegel kennzeichnen Fischprodukte und frischen Fisch, der auf unbedenkliche Art gefangen wurde – zum Beispiel das blau-weiße MSC-Siegel. Dadurch weiß der Kunde im Geschäft ob der Fisch, den er kauft, auf unbedenkliche Weise gefangen wurde und kann etwas gegen die zerstörerischen Fangmethoden und die Überfischung tun.Welche Fischarten gefährdet und überfischt sind und welche man noch unbedenklich essen kann, kannst du unter den weiterführenden Links nachlesen.

Stand: 04.11.2021, 11:40 Uhr

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